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Basketball
"Zipfelmützen" schaffen kleine Sensation

Vielleicht sollten die Devils demnächst immer mit Zipfelmützen auflaufen. Gegen den Tabellenzweiten haben sie jedenfalls Glück gebracht.
Vielleicht sollten die Devils demnächst immer mit Zipfelmützen auflaufen. Gegen den Tabellenzweiten haben sie jedenfalls Glück gebracht. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Die Basketballer von den White Devils Cottbus besiegen den Zweiten aus Tiergarten mit einer Leistung "auf sehr hohem Niveau".

Die White Devils Cottbus haben als klarer Underdog das Christmas-Game am Sonntag gegen den Tiergarten ISC gewonnen. Nach einem Rückstand führten sie nach der Halbzeitpause die Wende herbei und gewannen mit 83:72 (40:42). Bester Werfer bei den Devils war Max Jentzsch mit 20 Punkten. Aber auch Michael Möbes mit 19 Punkten und Jesse Jeffers mit 18 Punkten zeigten eine ordentliche Performance.

Mit dem Sieg gegen den Tiergarten ISC 99 aus Berlin können die White Devils beruhigt und verdient die Weihnachtsfeiertage einläuten. Sie schafften am Wochenende in der Lausitz-Arena eine kleine Sensation und rutschten damit auf den 7. Tabellenplatz der Regionalliga.

Das Spiel gegen den Tiergarten ISC, der mit dem früheren Devils-Kapitän Thomas Krausche angereist kam, war von Beginn an hart umkämpft, mit einem besseren Start für die Devils, die mit Weihnachts-Zipfelmützen aufgelaufen waren. Ein 5:0-Lauf brachte die Gastgeber gut ins Spiel. Die Berliner konterten mit einem 7:0-Lauf ihrerseits, trotz des Ausfalls ihres Topscorers Ken Schröder. Nun nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Beide Teams zeigten vor allem Defensiv eine gute Leistung. Ende des ersten Viertels lagen die „Teufel“ mit 18:23 zurück. Nun war es ein Spiel der Läufe. Erst bauten die Berliner die Führung auf zwölf Punkte aus. Dem hielten die Devils mit Michael Möbes und Yuriy Vasylyev entgegen und glichen den Punktestand aus. Stefan Peplowsky erzielte mit Buzzerbeater den 40:42-Halbzeitstand.                         

Nach der Halbzeit pendelte die Führung hin und her. Erst im Schlussabschnitt konnten die Devils die Berliner auf Abstand halten. Beim Stand von 62:59 begann das Viertel, dem schloss sich ein 17:4-Lauf an. Diese Führung holten die Berliner nicht mehr auf. Coach Steven Herfurth: „Wir haben uns sehr gut präsentiert. Vor allem in der Defense haben wir auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung.“

Mit diesen euphorischen Worten lässt es sich gut in die Weihnachtspause verabschieden, bevor es am 6. Januar zum Auswärtsspiel nach Wolmirstedt geht. Die Anhaltiner sind Tabellenführer und klarer Favorit. Aber das hat die Cottbuser „Zipfelmützen“ ja auch gegen Tiergarten nicht interessiert.

Devils: Max Jentzsch (20 Punkte), Jesse Jeffers (19), Michael Möbes (18), Stefan Peplowsky (11), Yuriy Vasylyev (11), Daniel Krausche (4), Kristof Wilhelm, Tim Klaue, Ole Kliem, Eric Hieltscher, Lars Jungnick und Christian Lürmann.