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Fußball
Wienecke besiegelt Viktorias erste Pleite

Energies Spielführerin Lisa Lindner (l.) im Duell mit Viktoria-Torschützin Paula Simmula. Am Ende jubelten die Gastgeber.
Energies Spielführerin Lisa Lindner (l.) im Duell mit Viktoria-Torschützin Paula Simmula. Am Ende jubelten die Gastgeber. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Das anspruchsvolle und torreiche Spitzenspiel der Frauen-Kreisliga findet mit Energie Cottbus einen späten und glücklichen Gewinner. Von Georg Zielonkowski

Mit einem knappen 4:3-Erfolg setzte sich die Frauenmannschaft des FC Energie gegen den Ortsnachbarn FSV Viktoria beim Cottbuser Kreisliga-Derby durch. Ihr Dutzend Torerfolge dieser Saison machten Nicole Kämeling (Energie) und Claudia Buss (Viktoria) bei dieser Gelegenheit voll.

So wie es der Tabellenstand es vor der siebten Spielrunde der Frauen-Kreisliga versprach, stellte sich der Vergleich der beiden Spitzenteams auch dar. Sowohl der Titelverteidiger Energie Cottbus als auch der aktuelle Spitzreiter Viktoria Cottbus überzeugten die kleine Zuschauerschar  in Kiekebusch  mit einer technisch anspruchsvollen, dennoch kämpferisch starken Partie. Beide Mannschaften überzeugten zudem mit einer guten Raumaufteilung, wobei beide Formationen sich um ansehnlichen Kombinationsfußball bemühten.

Deborah Choschzick (10.) brachte den Meister zunächst in Front, bevor sich eine mittlere Torflut kurz vor der Pause anschloss. Zunächst erhöhte Nicole Kämeling (30.), doch im Gegenzug konnte Viktorias Kathleen Mucha wieder zum 1:2 anschließen. Einen Spielzug später netzte Mylene Hetzke auf der anderen Seite zu Energies 3:1-Pausenführung ein. Wer da glaubte, dass Energie im zweiten Abschnitt den Sieg locker heimschaukeln würde, hatte die Rechnung ohne Viktoria-Coach Jens Gorsitzki gemacht, der anordnete: „Jetzt noch offensiver werden, um damit Energie zurückdrängen!“ Zur Bestätigung traf Claudia Buss in der 45. Minute zum 3:2 für Viktoria, bevor Anne Wienecke auf 4:2 (48.) für den FCE erhöhte.

Bald danach folgte eine besondere Szene der Gäste: Linksaußen setzte Paula Simmula zu ihrem unwiderstehlichen Solo an. Dabei schüttelte sie ganz souverän drei Energie-Mädels ab, um danach zwei mitgelaufene  Mitspielerinnen im Zentrum anzuspielen. Doch misslang dieser Versuch völlig. Der Kommentar der Unglücklichen, die schon tränennah und enttäuscht ausrief: „Sch..., ich kann das einfach nicht.“

Kurz vor dem Abpfiff zeigte die kleine Paula allen, dass sie es doch kann. Einen Eckball zwirbelte sie da (62.) von der rechten Seite direkt in die Maschen von Maria Schulz. Das anschließende Anstürmen aller Viktorianerinnen blieb jedoch erfolglos, so dass Energie das knappe 4:3 ins Ziel rettete. Nicht nur der siegreiche Trainer Andreas Choschzick bewertete den Erfolg als etwas glücklich: „Viktoria hat zu diesem tollen Spitzenspiel maßgeblich beigetragen, darum wäre ein 4:4  am Ende wohl auch gerechter gewesen.“