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"Wer ein Herz für Pumpe hat, wird dieses Buch lieben"

Sie hatten viele lustige Anekdoten aus einem bewegten Fußballerleben zu berichten: Autor Ronny Klein im Gespräch mit den Alt-Aktivisten Hartmut Jank, Peter Prell und Manfred Scholz (v.l.).
Sie hatten viele lustige Anekdoten aus einem bewegten Fußballerleben zu berichten: Autor Ronny Klein im Gespräch mit den Alt-Aktivisten Hartmut Jank, Peter Prell und Manfred Scholz (v.l.). FOTO: Werner Müller/wml1
Hoyerswerda. Es war wie ein Klassentreffen der alten Fußballer von Aktivist Schwarze Pumpe. Viele herzliche Umarmungen im Konferenzsaal des Hoyerswerdaer Klinikums beherrschten am Samstag die Atmosphäre vor dem eigentlichen Grund für ihr Treffen: der Präsentation der ersten umfangreichen Fußballchronik von Aktivist Schwarze Pumpe. Werner Müller/wml1

Ein Buch, auf das viele Fans gewartet haben.

Mehr als hundert teils schon betagte Kicker gaben sich ein Stelldichein. Sie alle waren neugierig auf das Buch, das auf fast 500 Seiten einen Teil ihres eigenen Lebens in Fotos, Fakten und Geschichten widerspiegelt. Die Veranstaltung bot einen perfekt durchorganisierten Rahmen: von der Begrüßung durch den gut vorbereiteten Moderator Michael Ritter, über die erklärenden Worte des Autors Ronny Klein, bis hin zum anschließenden Buffet, bei dem so manche Anekdote zum Besten gegeben wurde.

Landtagspolitiker Frank Hirche überreichte als Mitglied der Lausitzer Seenland Stiftung einen 3000-Euro-Scheck an Autor und Traditionsverein Aktivist Schwarze Pumpe. Seine Erklärung: "Weil wir das Buch für ein wirklich nachhaltiges Projekt halten, noch dazu ein äußerst gelungenes."

Die 90 Minuten Buchpräsentation vergingen letztlich genauso schnell wie früher die Spiele in der DDR-Liga. Höhepunkt war zweifellos die Aufführung eines Kurzfilms, bei dem erstmals auch bis zu 44 Jahre alte Fernsehbilder gezeigt wurden und sich einige Akteure schmunzelnd wiedererkannten. Klasse auch der Fußball-Talk im Anschluss, als eben Ex-Kapitän Manfred Scholz, Alttrainer Peter Prell und Routinier Hartmut Jank viele Geheimnisse ihrer Karriere lüfteten. So wissen alle Anwesenden jetzt auch, wie viel Wodka man als Fußballer bei Gastspielen in der Sowjetunion vertragen musste.

Stimmen zur Veröffentlichung:

Peter Buschner (71), Libero 1974-84, danach Trainer: Ein wahrer Meilenstein! Ich freue mich sehr, diese Chronik zu lesen. Ich denke, es steht viel drin, was ich noch nicht weiß.

Frank Hirche (55), Nachwuchsspieler Anfang der 70er-Jahre: Ein wirklich sehr professionelles Buch. Die Macher verdienen meinen Respekt.

Peter Prell (75), Trainer von 1974-86 und 1996-97: Meine Bewunderung gilt dem Autor Ronny Klein, der so viel Arbeit investiert hat, um solch ein umfassendes Werk zu schreiben. Klasse!

Peter Sobanski (77), Spieler 1969-73, danach im Vereinsvorstand: Über Generationen hinweg haben sich heute Ehemalige dieses Vereins getroffen. Ohne diese Veranstaltung hätte ich viele meiner alten Kameraden wohl nie wiedergesehen.

Michael Jabs (35), Spieler 2010-16: Hut ab vor dieser Arbeit. Super Veranstaltung im Klinikum, geniales Buch. Wer ein Herz für Pumpe hat, wird es lieben.

Joachim Walter (81), Spieler 1956-62: Ich habe schon 1955 mit dem Vorgängerverein Brigitta in der Kreisklasse gespielt. Wunderbar, die ganze Geschichte des Vereins noch einmal nachlesen zu können.

Hartmut Sinapius (69), Nachwuchsspieler in den 60er-Jahren: Das Buch fasst sehr treffend die Geschichte des Vereins bis zum heutigen Tage zusammen. Es ist jedem Fußballfan absolut zu empfehlen.

Michael Nitzsche (60), Spieler 1974-89: Meine Erwartungen wurden übertroffen. Viele alte Kumpanen getroffen, viele gute Gespräche geführt. Ich will das Pumpe-Buch von der ersten bis zur letzten Seite lesen.

Hartmut Jank (57), Spieler 1984-95, danach Trainer: Ich freue mich über die vielen Episoden, die ich schon längst vergessen hatte und die mich wahrscheinlich beim Lesen zum Schmunzeln bringen werden.

Zum Thema:
Die erste umfangreiche Fußballchronik des Traditionsvereins Aktivist Schwarze Pumpe mit dem Titel "Das große Pumpe-Buch" ist ab sofort in Hoyerswerda erhältlich, unter anderem bei Thalia im Lausitz-Center und im Buchhaus Sygusch an der Friedrichsstraße. Es kostet 37,95 Euro.

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