| 18:40 Uhr

Billard-Bundesliga
FSV Spremberg patzt gleich doppelt

Stark: Silvio Zedel (Leuthen/Oßnig) war mit 332 Holz bester Einzelspieler aller 60 Akteure des 3. Spieltages.
Stark: Silvio Zedel (Leuthen/Oßnig) war mit 332 Holz bester Einzelspieler aller 60 Akteure des 3. Spieltages. FOTO: Georg Zielonkowski / Zielonkowski Georg
Leuthen/Ossnig. Der Vizemeister der Kegelbillard-Bundesliga fällt ins Mittelfeld zurück. Meister Oßnig trumpft groß auf. Von Georg Zielonkowski

Vor der zweiten Doppelrunde der Kegel-Bundesliga lag der Vorjahres-Zweite FSV Spremberg noch punktgleich mit Meister Oßnig an der Spitze. Doch nach den beiden Niederlagen bei Vorjahresneuling Guben (1639:1754) und in Oßnig (1640:1740) sind Wille, May & Co. ins Mittelfeld zurück gefallen.

An der Spitze des Zehnerfeldes zieht dagegen der amtierende Meister ungefährdet seine Bahn. Mit satten 1817 Holz wurde Tschernitz (1583) regelrecht weggefegt, wobei mit Schlussspieler Silvio Zedel ein Akteur auf den Plan trat, der ansonsten ganz selten nur die 300er-Marke knackt. „Nach den guten Trainingsrunden unter der Woche hatte ich schon daran geglaubt, dass ich endlich mal über die magische Zahl komme. Aber dass ich als letzter Spieler unserer Mannschaft mit der Traumzahl von 332 Holz Bester unseres Sextetts werde – da war ich selber platt“, erzählt der Stammspieler, der schon seit 2001 zu Leuthen/Oßnigs erstem Sechser gehört.

Der sich auch gegen die Nachbarn aus Spremberg keine Blöße gab und der weiter konsequent an einem ganz speziellen Ziel arbeitet. „Neben der Meisterschaft wollen wir endlich auch mal den besten Generaldurchschnitt aufstellen. Bisher haben wir ja all unsere Titel über die direkte Punktwertung geholt. Aber es könnten ja bei Punktgleichheit durchaus auch mal die ,kleinen Punkte‘ wichtig sein. Darauf wollen wir vorbereitet sein“, so der Kapitän des Spitzenreiters, Martin Maltzahn.

Neuzauche als Tabellenzweiter hat sich beim Chemnitzer BC lediglich mit 17 Holz Differenz geschlagen gegeben, Einzelwertungsspitzenreiter Andreas Kühn (Schnitt 333 Holz) war hier erneut Bester des Sextetts aus dem Spreewald. Tags darauf bei Lok Guben gab es ein klares 1757:1677, wobei die Gastgeber bei diesem Duell keinen 300er-Spieler aufbieten konnten.

Bohsdorf verlor beide Partien und rutschte mit 2:6 Zählern ans Ende der Tabelle. In dem auch die Cottbuser Billardfreunde als Schlusslicht festsitzen. Deren Durchschnittswert pro Spiel von nur erspielten 1571 Holz ist für die Männer von der „Friedensburg“ sicher genau wie das bislang beste Teamergebnis von 1605 Holz (am 2. Spieltag gegen Tschernitz) ziemlich enttäuschend für den Traditionsverein.