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| 17:57 Uhr

Fussball
Viermal Wacker-Jubel in 15 effektiven Minuten

Landesliga Süd. Der Landesligist bezwingt Briesen/Mark mit 4:0. Von Roland Scheumeister

BSV Guben Nord – Dynamo Eisenhüttenstadt 1:0 (0:0). T: 1:0 Ost (67.); S: Ruhner (Spremberg); RK: Hähnel (BSV/86./Revanchefoul); GRK: Ullrich (BSV/88.); Z: 90
Guben Nord: Hübner – Schwittlich, Hauf, Hnyk, Schmietendorf (81.Klemczynski), Ullrich, Kunzke, Richter (64.Noack), Herzog, Stoll (73.Hähnel), Ost.

Der torlose Pausenstand entsprach der ereignislosen Halbzeit. Größter Aufreger war ein ungeahndetes Foul des letzten Dynamo-Mannes an Richter (10. Minute). Im zweiten Abschnitt ruckte Guben Nord an und überzeugte, wenn auch glanzlos, kämpferisch. Bei mehr Torschüssen und vor allem Standards boten sich Möglichkeiten. Nach einer abgewehrten Schwittlich-Ecke verlängerte Ost den zweiten Ball zur Führung. Die hektische Schlussphase eskalierte, indem sich Hähnel, zuvor elfmeterreif umgerannt, zu einem Revanchefoul hinreißen ließ und Rot bekam. Zudem sah Ullrich, der wie sein Gegenspieler mit gestrecktem Bein zum Ball ging, die Ampelkarte. In der aus BSV-Sicht einseitigen Kartenflut verlor der Schiri das Maß.

Wacker Ströbitz – Blau-Weiß Briesen/Mark 4:0 (0:0). T: 1:0 Netzger (50.), 2:0 Afzal (53.), 3:0 Jäkel (54.), 4:0 Afzal (66.); S: Effenberger (Bad Liebenwerda); Z: 39

Wacker: Sieber – Röder, P.Lehmann, Valentin, Mi.Kowal (77.Walter), Netzger, Voigt, Jäkel (63.Heumann), Schulisch, Schütz,  Afzal.

Obwohl die Ströbitzer einige Chancen liegen ließen, aber auch Kowal auf der Linie retten musste, ging das 0:0 zur Pause in Ordnung. Die Kabinenansprache von Trainer Tino Kandlbinder bewirkte einen Blitzstart in die zweite Hälfte mit 15 effektiven Minuten. Netzger war der Dosenöffner, indem er, von Valentin in Szene gesetzt, einschob. Afzal bugsierte das Leder nach Zuspiel von Voigt kurz und schmerzlos ins Gehäuse. Jäkel legte, in eine Eingabe von Schulisch rutschend, nach und Afzal machte, nach Balleroberung Röders den Deckel drauf. Vor allem spielerisch hatten die sehr rustikal zu Werke gehenden Märker den Ströbitzern wenig entgegen zu setzen.

Frankonia Wernsdorf – 1. FC Guben 1:1 (0:0). T: 0:1 Olszak (51.), 1:1 Richter (87.); S: Fleschner (Hennigsdorf); Z: 55
Guben: Matwiejczyk – Schulze (59.Schwärtzke), Rys, Nitschke, Bieresniewicz, C.Hetzel, Piotrowski, Pietka (89.Löffler), Pulm, Olszak (73.N.Hetzel), Vu Tuan.

In der insgesamt ausgeglichenen ersten Hälfte hatte die Frankonia-Elf die besseren Möglichkeiten. Matwiejczyk hielt mit zwei sensationellen Paraden die Null fest. Mit dem Wiederbeginn waren die Neißestädter am Drücker. Nach Kombination über Pulm, Pietka und Bieresniewicz netzte Olszak ein. Die Wernsdorfer verkrampften und ihr Torwart parierte sowohl Hetzels 22-Meter-Hammer als auch Pietkas Kopfball glänzend. Vu Tuan traf nur die Latte. Frankonias Routinier Richter münzte eine scharfe Eingabe zum Ausgleich um. Etwas unglücklich verpasste der FC den Sieg, hat sich aber, mit elf Zählern aus den letzten sechs Spielen, alle Optionen für die Rückrunde erhalten.