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| 15:44 Uhr

Fussball-Oberliga
Krieschows Plan nach 0:1: „Mund abwischen“

 Lukas Scholz (l.) kam gleich zum Auftakt zum Debüt für Krieschow – wie auch alle anderen Neuzugänge des VfB.
Lukas Scholz (l.) kam gleich zum Auftakt zum Debüt für Krieschow – wie auch alle anderen Neuzugänge des VfB. FOTO: Marcel Ohnrich
Oberliga Süd. Der Lausitzer Fußball-Oberligist verliert den Heim-Auftakt gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal. Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – VfL Hohenstein-Ernstthal 0:1 (0:0).

Krieschow: Amankona – Baumgarten, Jeschke, Scholz, Linge (84.Richter) – Zurawsky, S.Konzack – Gerstmann (75.Landmann), Karow (61.Schmidt), Dahm – Hebler.

Tor: 0:1 (62.) Trinks; Bes.Vorkommnis: Hebler verschießt HE (58.); Schiedsrichter: Kaltwaßer (Berlin); RK: Baumgarten VfB/79./wg.Haltens); Zuschauer: 224

Eine knappe 0:1-Heimniederlage Hohenstein-Ernstthal musste der VfB Krieschow zum Start in die neue Oberliga-Saison quittieren. Dabei waren die Lausitzer nach den respektablen Testspielresultaten – 4:1 gegen Regionalligist Fürstenwalde und 2:2 gegen Energie – favorisiert und mit breiter Brust in diese Auftaktpartie gegangen.

Ein Blick auf die  Mannschaftsaufstellungen machte allerdings klar, dass sich hier im Gegensatz zur Vorsaison, als Krieschow beide Partien gewann, zwei stark veränderte Mannschaften gegenüberstanden. So verhalf VfB-Coach Toni Lempke mit Nash Amankona, Julian Baumgarten, Antonio Linge, Lukas Scholz und Martin Zurawsky sowie Tom Landmann als Einwechsler allen Neuzugängen zu ihrer Pflichtspielfeuertaufe.

Die Rand-Cottbuser starteten dann auch verheißungsvoll. Doch Andy Hebler traf bei der ersten Chance (2. Minute) den Ball nicht voll. Druckvoll nach vorn spielend fehlte den Krieschowern nur der Torerfolg.

Die ebenfalls neu formierte Gäste-Elf aus Hohenstein, mit einer Reihe von Spielern unter anderem aus Chemnitz, Bischofswerda und Gera verstärkt, verließ spätestens mit der Torchance in der 12. Minute und dem darauf folgenden Lattenknaller (14.) ihre Abwartehaltung. Scholz verfehlte zwar nur knapp das Tor (18.). Doch einige Ballverluste sorgten mehrfach für brenzlige Szenen in der VfB-Hälfte.

Der neue Keeper Amankona präsentierte sich dabei sehr aufmerksam und entschärfte einige Situationen mit Übersicht und tollen Reflexen. Kurz vor der Pause wurde Hebler in aussichtsreicher Position noch abgedrängt.

Im zweiten Durchgang hatten sich die Gäste noch besser auf den VfB eingestellt. Im Gegenzug nach einer Riesenchance (48.) wurde Hebler vom letzten Mann zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter beließ es bei Gelb und Freistoß, war dann aber resolut, als Hebler wieder einmal seiner Doppelbewachung entwischte und nur per Handspiel um den Torerfolg gebracht wurde. Den fälligen Elfer konnte er dann nicht verwandeln.

Wenig später unterlief der VfB-Abwehr ein Stellungsfehler und die Kugel trudelte zum Tor des Tages ins Tor der Platzherren. Diese ruckten zwar noch einmal an und waren bei einer Doppelchance von Gerstmann und Hebler dem Ausgleich nahe (74.), agierten dann aber zu konzeptlos.

Gästetrainer Steve Dieske bewertete den unerwarteten Dreier als glücklich, aber verdient. Krieschows Coach Toni Lempke befand: „Wir sind gut in die Partie gekommen, hatten dann aber einen Bruch im Spiel und nach verschossenem Elfer und Roter Karte den Faden verloren. Mund abwischen und weitermachen!“