ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:45 Uhr

Fussball
VfB Cottbus reicht Burg die Rote Laterne

Auch die Burger kamen durchaus zu Chancen, der VfB Cottbus wusste mit Daniel Conrad (M.) aber einen guten Keeper hinter sich. Für sein Team wird der Klassenerhalt aber trotz des 3:0-Sieges eine Herkulesaufgabe.
Auch die Burger kamen durchaus zu Chancen, der VfB Cottbus wusste mit Daniel Conrad (M.) aber einen guten Keeper hinter sich. Für sein Team wird der Klassenerhalt aber trotz des 3:0-Sieges eine Herkulesaufgabe. FOTO: FuPa Brandenburg
Landesliga Süd. Die Spreewälder verlieren das Kellerduell in der Landesliga Süd beim Schlusslicht und tauschen die Tabellenplätze. Von Sven Bock

VfB Cottbus – SG Burg 3:0 (1:0). T: 1:0 Otto (14.), 2:0 Oberschmidt (66.), 3:0 Babbe (81.); SR: Nico Rich; Z: 99; Rote Karte: Ben Houssine (Burg/42.)

FOTO: LR / FuPa

So gingen beide Teams ins Spiel: Beim Duell der punktgleichen Kellerkinder der Landesliga Süd war vorher klar: Nur wer gewinnt, kann aus rein sportlicher Sicht noch ein bisschen auf den Klassenerhalt hoffen. Auch wenn bei VfB-Trainer Alexander Pohland bereits vor dem Anpfiff die Hoffnung nur noch gering war: „Ich glaube, dass es für uns entschieden ist. Alles andere würde einem Fußballwunder gleichen.“ Trotzdem wollten die Cottbuser das kleine Derby gegen die Spreewälder für sich entscheiden und zumindest die Rote Laterne an die SG weitergeben. Die Vorzeichen dafür waren aus Sicht des VfB nicht schlecht, denn die Gäste hatten nur noch den Ersatzkeeper auf der Bank. Die Partie würde also eine Kraftfrage werden.

So fielen die Tore: Cottbus ging in der 14. Minute in Führung. Der VfB kombinierte sich schnell durch das zentrale Mitttelfeld. Stefan Babbe spitzelte den Ball mit dem langen Bein in den Lauf von Rene Otto, der an der Strafraumgrenze cool blieb und direkt mit dem rechten Außenrist ins linke Eck einschob.

Am 2:0 in der 67. Minute hatte Jordan Schöngarth großen Anteil. Auf dem linken Flügel tankte er sich durch bis zur Grundlinie und legte mustergültig flach zurück auf Florian Oberschmidt. Der hatte nur noch den leeren Kasten vor sich und traf überlegt ins rechte obere Eck.

Florian Oberschmidt (l.) und Jordan Schöngarth bejubeln das 2:0.
Florian Oberschmidt (l.) und Jordan Schöngarth bejubeln das 2:0. FOTO: FuPa Brandenburg

Bei der Entscheidung profitierte Stefan Babbe von einem Stockfehler Paul Schötzigks. Der von den Cottbusern weit nach vorne geschlagene Ball wurde von Otto mit dem Kopf verlängert. An der  Strafraumgrenze wollte Schötzigk die Kugel kontrollieren, aber sie sprang ihm einen Tick zu weit vom Fuß. Babbe spekulierte auf den Fehler, nahm den Ball auf, umkurvte noch SG-Schlussmann Daniel Pöscha und schloss aus spitzem Winkel zum 3:0 ab.

So verlief die Partie: Die Gäste aus Burg begannen druckvoll und störten den VfB noch in der eigenen Hälfte beim Spielaufbau. Die Cottbuser taten sich in der Anfangsphase schwer und gewannen erst mit der Führung mehr Sicherheit. Burg steckte aber trotz des Rückstandes nicht auf und hatte mehrfach gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Alleine Patrick Lahr scheiterte in der 17. Minute erst im Eins-gegen-Eins am guten VfB-Keeper Daniel Conrad. Und wenige Minuten später strich Lahrs Volleyschuss von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Knackpunkt des Spiels war der Platzverweis von Burgs Yasin Ben Houssine kurz vor dem Pausenpfiff. Babbe war dem SG-Verteidiger enteilt und an der Strafraumgrenze packte Ben Houssine die Grätsche.

Auch in Unterzahl gaben die Spreewälder in der zweiten Halbzeit nicht auf. Mit zunehmender Spieldauer schwanden aber merklich die Kräfte. Das nutzte der VfB für den zweiten und dritten Treffer aus und übergab damit die Rote Laterne an die SG aus Burg.

Das sagen die Trainer

Alexander Pohland (VfBCottbus): „Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt. Burg hat in der ersten Hälfte mit den langen Bällen viel Druck gemacht. Wir sind mit spielerischen Lösungen aber auch immer wieder vor das Gästetor gekommen. In Überzahl haben wir dann nicht mehr viel zugelassen. Aufgrund der zweiten Hälfte ist das 3:0 verdient. Wenn wir es jetzt noch schaffen würden, wäre es nach wie vor ein Wunder. Die Truppe hält und bleibt auf jeden Fall zusammen.“

Marco Christoph (SG Burg): „Wir haben es in der ersten Hälfte nicht geschafft, aus der Vielzahl unserer Chancen den Ausgleich oder die Führung zu erzielen. Am Ende war es in Unterzahl dann eine Kraftfrage. Unsere große Aufgabe ist es jetzt, dass sich die Jungs nicht hängenlassen und die Serie sauber zu Ende spielen. Sportlich werden wir uns definitiv mit der Landesklasse bekannt machen. Die Liga ist nicht uninteressant. Qualitativ fehlt es uns an Spielern. Die Jungen konnten die fünf Abgänge zum Saisonstart nicht kompensieren.“