ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:12 Uhr

Fussball
Überraschung an der Spitze und ein heißer Abstiegskampf

Marcus Dörry (l.) und der VfB Krieschow II führen überraschend die Tabelle in der Kreisoberliga an. Selbst das Spitzenspiel gegen Fichte Kunersdorf (hier Hendrik Funke r.) wurde gewonnen.
Marcus Dörry (l.) und der VfB Krieschow II führen überraschend die Tabelle in der Kreisoberliga an. Selbst das Spitzenspiel gegen Fichte Kunersdorf (hier Hendrik Funke r.) wurde gewonnen. FOTO: Fupa
Kreisoberliga Niederlausitz. Ein Rückblick auf die Hinrunde in der Fußball-Kreisoberliga Niederlausitz. Von Joachim Rohde

Vor Beginn dieser Kreisoberliga-Meisterschaft hatte keiner der Experten die Reserve vom VfB Krieschow auf dem Zettel der für die Meisterschaft infrage kommenden Vereine. Alle erwarteten einen Kampf mit dem Vizemeister und Pokalsieger der Vorsaison, dem SV Fichte Kunersdorf, der Reserve von Wacker Ströbitz, dem Absteiger SV Guhrow, der SG Sielow, der Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, mit Abstrichen Kausche und Motor Saspow, die durch den Abgang zweier wichtiger Aktivposten (Hauf und Herzog) und dem Trainerwechsel ihre Erwartungen in Sachen Titel schon frühzeitig begraben mussten.

Gleich nach dem ersten Spieltag setzte sich erwartungsgemäß der favorisierte Pokalsieger an die Spitze des16er-Feldes. Doch schon am dritten Spieltag gab es für ihn die erste Negativüberraschung, als es gegen den Mitfavoriten SG Sielow eine empfindliche 1:3-Heimniederlage gab. Im weiteren Verlauf gab es am siebenten Spieltag eine erneute überraschende Heimniederlage gegen den Aufsteiger Dissenchen/Haasow. Später (10./11. Spieltag) wurde nur ein Punkt von sechs möglichen eingefahren – Gründe, wa­rum am Ende der Hinrunde Platz eins verfehlt wurde.

In der Anfangsphase gab es an der Tabellenspitze einen mehrmaligen Wechsel. Ab dem siebenten Spieltag behauptete die U23 vom VfB Krie­schow diesen Platz. Dahinter gab es viele Positionskämpfe. Überraschend dabei der SV Lausitz Forst, der trotz eines Dreipunkteabzuges durch das Kreissportgericht vorn kräftig mitmischte. Wie auch der Aufsteiger, die Spielgemeinschaft Dissenchen/Haasow, obwohl sie am dritten Spieltag in Krieschow zweistellig verloren hatte.

Am elften Spieltag kam es zum absoluten Spitzenspiel zwischen dem VfB Krieschow und Fichte Kunersdorf. Beide Vereine lagen punktgleich an der Tabellenspitze, nur das Torverhältnis sprach für den Gastgeber. Krieschow gewann dieses Spiel und setzte sich erstmals mit einem Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber Kunersdorf ab. Von den Spielausfällen am letzten Spieltag der Hinrunde waren auch die Kunersdorfer betroffen, die das Spiel gegen Wacker Ströbitz nachholen müssen. Bei einer eventuellen Niederlage in Ströbitz würde sich der Rückstand gegenüber dem VfB auf sechs Punkte vergrößern.

Die Verfolger, die SG Sielow und der SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz II, liegen auf Lauerstellung und warten auf Ausrutscher der beiden führenden Vereine. Aufsteiger Dissenchen/Haasow führt die Verfolgergruppe an, die von Platz fünf bis Platz zehn (Kahrener SV) reicht. Hier kann es in der Rückrunde noch zu Platzverschiebungen kommen.

Es dürfte einen heißen Abstiegskampf geben. Ab Platz zwölf beginnt die Gefahrenzone. Der Aufsteiger, die Reserve von der SG Eintracht Peitz und der SV Eiche Branitz, sind am gefährdetsten. In einem Atemzug muss man aber auch Motor Saspow und die Reserve vom BSV Guben Nord nennen. Wenngleich die Breesener im einzigen Spiel des 15. Spieltages das so genannte Sechs-Punkte-Spiel gegen Eiche Branitz souverän gewinnen konnten, müssen auch Spiele gegen vermeintlich stärkere Vereine gewonnen werden. Das gilt natürlich auch für Saspow. Es bleibt spannend.

Der SV Lausitz Forst spielt oben mit – und das trotz des Abzugs von drei Punkten.
Der SV Lausitz Forst spielt oben mit – und das trotz des Abzugs von drei Punkten. FOTO: Fupa