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| 18:38 Uhr

Leichtathletik
Trauer um Trainer Siegfried Elle

Cottbus. Von Wolfgang Von der Burg

Der langjährige Cottbuser Leichtathletik-Trainer Siegfried Elle ist in der vergangenen Woche nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben. „Siggi“, wie er nur von seinen Mitstreitern gerufen wurde, war ein akribischer Trainer, der nichts dem Zufall überließ. Sein phänomenales Zahlengedächtnis war schon fast legendär. Seine Spezialität war der Hürdenlauf, wo er als absoluter Fachmann galt. Krönung seiner Trainerlaufbahn war wohl der Gewinn  der Silbermedaille seines Schützlings Gloria Siebert über 100 m Hürden bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988.

Aber auch Sportler wie Petra Pfaff oder Birgit Uibel formte er zu Spitzenathleten und auch Sebastian Siebert, der Sohn von Gloria Siebert, brachte es unter seiner fachkundigen Anleitung zu Spitzenleistungen auf der 110-m-Hürdenstrecke, ebenso Oliver Hentschke oder Hochspringer Sven Otto. Siegfried Elle war insgesamt 35 Jahre seines Lebens als Trainer tätig, ehe er 2006 aus dem LC Cottbus ausschied. Er war stets ein streitbarer Geist, der mit seiner ihm eigenen Art auch hier und da aneckte oder Unverständnis hervorrief. Doch  davon ließ er sich nie von seiner Meinung abbringen und verfolgte schon mit einer gewissen Besessenheit seine gesteckten sportlichen Ziele.

 Die Cottbuser Leichtathletik verliert mit ihm einen anerkannten Experten auf der Hürdenstrecke. Er lebte bis zuletzt mit seiner Lebensgefährtin in Cottbus-Sachsendorf. Die Beisetzung erfolgt Mitte November. Der Termin ist noch nicht bekannt.