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Trainerstuhl wechselt den Besitzer

Vereinschef Maik Bräunig, Michael Horke, Christoph Ballaschk, und Leuthens Fußball-Chef Martin Steinborn (v.l.) bei der Verabschiedung des Trainers.
Vereinschef Maik Bräunig, Michael Horke, Christoph Ballaschk, und Leuthens Fußball-Chef Martin Steinborn (v.l.) bei der Verabschiedung des Trainers. FOTO: ski1
Leuthen. Mit dem überraschenden Remis (4:4) der Ü35-Kicker gegen die favorisierten Sielower erlebte das diesjährige Leuthener Sportfest bereits am Freitagabend seinen stimmungsvollen Auftakt. Auch die Zeit bis zum Ende der drei unterhaltsamen Tage auf dem Gelände des 227 Mitglieder zählenden Sportvereins Leuthen/Klein Oßnig ließ niemals Langeweile aufkommen. Georg Zielonkowski / ski1

Weil das Programm für jeden, egal ob für Aktive oder Gäste, etwas bereit hielt.

Unter der Regie des Kapitäns der Oßniger Billard-Bundesliga-Mannschaft, Rainer Dürre trafen sich die bislang noch nicht organisierten Interessenten dieser Sportart zu einem Wettbewerb, bei dem sich Martin Schmidt aus Laubst durchsetzen konnte. Johannes Krebs, Chef der Drebkauer Schützengilde, zeichnete am Sonntag Nachmittag die Besten aus 26 Startern des Preisschießens aus. Denkbar knapp ging es auf den vorderen Plätzen zu, konnte sich doch Jürgen Röthig mit der Winzigkeit eines Ringes gegenüber Joachim Doil durchsetzen. Mit Janin Pohle kam eine junge Frau auf Rang drei. Bei der Siegerehrung wurde die Tagesdritte auch von ihren beiden Töchtern gefeiert, nachdem diese sich beim vielseitigen Kinderprogramm bestens amüsiert hatten.

Selbstverständlich schwang König Fußball beim Fest auf der hübschen Anlage am Rande Leuthens sein Zepter. Hier gewann die SG Haidemühl/Elsterwerda ganz souverän ein Damen-Fußball-Turnier. Mit einer überragenden Torhüterin Elisabeth Blech an der Spitze. Die zeigte sich mit nur einem Gegentreffer während der insgesamt 80 Spielminuten prächtig in Form und stellte dies auch beim anschließenden Neunmeterschießen aller fünf Teams unter Beweis. Hier konnte sie von 20 Schützinnen nur fünf Mal überwunden werden. Lea Keller von Lok Schleife war mit sechs Treffern die erfolgreichste Torjägerin des Turniers, während der Neueinsteiger der Kreisliga, die SG Sachsendorf, mit drei Treffern aus fünf Versuchen das Neunmeterschießen gewann.

Für die meisten Emotionen sorgte jedoch eine Aktion am Rande der beiden Kleinfeld-Spielflächen. Wurde doch hier der verdienstvolle Spieler-Trainer der Leuthener Christoph Ballaschk nach sieben Spielzeiten mit den Aufstiegen in die Kreisliga und in die Kreisoberliga herzlich verabschiedet. Nach 200 Partien und dabei erspielten 292 Punkten übergab der 37-Jährige seinen einst von seinen Mitspielern gestifteten Trainerstuhl an seinen Nachfolger Michael Horke. "Unser Haus, die Familie und auch der Beruf stehen inzwischen in der Liste der Prioritäten doch etwas höher als der Fußball. Dem aber bleibe ich in unserem Verein aber selbstverständlich treu. Als Spieler unserer Ü35-Altligamannschaft ja sowieso, aber auch sonst bin ich, wenn gewünscht, mit Rat und Tat zur Stelle, nur eben nicht mehr so regelmäßig und so oft", erklärte der allseits beliebte Kicker, der in seiner Zeit vor seinem Leuthen-Engagement 122 Mal in der Oberliga (Energie II, Zwickau, Meuselwitz) zum Einsatz kam und zudem zwei DFB-Pokalspiele bestritten hatte.