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Fußball
Bauchschmerzen und Rückenprobleme: Spitzenspiele für Lübben, Wacker, Herzberg und Spremberg

Gipfeltreffen in der Brandenburg-Liga: Spitzenreiter Grün-Weiß Lübben trifft mit Toptorjäger Antonio Pereira de Brito Junior (l.) auf den Tabellenzweiten Einheit Bernau.
Gipfeltreffen in der Brandenburg-Liga: Spitzenreiter Grün-Weiß Lübben trifft mit Toptorjäger Antonio Pereira de Brito Junior (l.) auf den Tabellenzweiten Einheit Bernau. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Cottbus. Erster gegen Zweiter - in allen drei Ligen im Landesspielbetrieb kommt es am Samstag zu diesem Duell. Und immer mit Lausitzer Beteiligung. Von Steven Wiesner

Lübben: Baumschmerzen, aber auch gute Erinnerungen: Grün-Weiß Lübben ist erst vor wenigen Monaten in die höchste Brandenburger Spielklasse aufgestiegen. Trotzdem führen die Spreewälder das Klassement als Tabellenführer an. Mit einem 6:1 gegen Zeuthen wurde der Brandenburg-Liga-Thron vergangene Woche verteidigt. „Wir haben nicht damit gerechnet, so gut zurechtzukommen in der neuen Liga“, sagt Trainer Thomas Schmidt, der die Mannschaft erst vor der Saison übernommen hat. „Die Jungs werden von der Aufstiegseuphorie getragen und hauen immer alles rein“, versucht er, den Erfolg zu erklären. Mit Romano Lindner und Antonio Pereira de Brito Junior haben die Lübbener die beiden derzeit besten Torjäger der Liga in ihren Reihen. Beide trafen jeweils acht Mal. Auch Markus Müller im zentralen Mittelfeld ist ein wichtiger Baustein.

Nun kommt es an diesem Samstag (14 Uhr) zum Duell mit dem Tabellenzweiten Einheit Bernau. Schmidt macht keinen Hehl daraus, dass er der Partie „mit Bauchschmerzen“ entgegensieht. Denn: „Bernau trägt alle Heimspiele auf Kunstrasen aus. Das ist ein großes Fragezeichen für uns.“ Lübben hat trotzdem gute Erinnerungen an die Stadt. Im August eröffnete Grün-Weiß die Saison dort mit einem 3:1-Erfolg bei Einheits Stadtrivalen FSV Bernau.

Wacker: Verlieren verboten: Wacker Ströbitz hat eines der wichtigsten Spiele des Jahres vor der Brust. Am Samstag (14 Uhr) reist der Landesliga-Zweite zum Spitzenreiter nach Blankenfelde. „Doch ausgerechnet in diesem Spiel stehen wichtige Leistungsträger nicht zur Verfügung“, bedauert der Cottbuser Coach Tino Kandlbinder. Torhüter und Kapitän André Thoms fehlt genauso wie Mittelfeldorganisator Randy Gottwald, Flügelstürmer Gregor Holz und Defensivmotor Dirk Scholze sind noch verletzt, und ob der wichtigste Angreifer Rostyslav Diakiv seine Rückenprobleme ausblenden kann, wird sich wohl erst kurz vorm Anpfiff entscheiden. „Das sind schon richtige Hausnummern, die uns da fehlen.“ Kandlbinder weiß aber auch, dass seine Elf besser nicht verlieren sollte, „dann laufen wir nämlich schon einem Fünf-Punkte-Rückstand hinterher“. Er traut jedoch auch seinem restlichen Kader ein Spiel zu, „mit dem man ein Zeichen setzen kann“.

Herzberg: Lok Leipzig als Vorbild gegen Spremberg? Was Energie Cottbus in der Regionalliga ist, stellt der SC Spremberg aktuell in der Landesklasse dar: einen unantastbaren Ligaprimus. Beim 5:0 gegen den bisherigen Dritten Luckau haben die Spree-Neiße-Kicker erneut ihre Macht demonstriert. Mit dem VfB Herzberg fordert am Samstag (14 Uhr) gleich der nächste Verfolger den Spitzenreiter heraus. Vielleicht haben die Jungs aus Elbe-Elster ja vor ein paar Wochen genau hingeschaut, als Lok Leipzig dem FCE die ersten und einzigen Punkte abknöpfte. Aber: Drei der letzten vier Duelle auf Spremberger Boden waren klare Angelegenheiten für den SCS (5:1, 3:1 und 4:1).

Gipfeltreffen Nr. 1: GW Lübben trifft in der Brandenburg-Liga mit seinem Toptorjäger Antonio Pereira de Brito Junior (l.) auf Einheit Bernau.
Gipfeltreffen Nr. 1: GW Lübben trifft in der Brandenburg-Liga mit seinem Toptorjäger Antonio Pereira de Brito Junior (l.) auf Einheit Bernau. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Gipfeltreffen Nr. 3: Der SC Spremberg trifft in der Landesklasse auf den VfB Herzberg.
Gipfeltreffen Nr. 3: Der SC Spremberg trifft in der Landesklasse auf den VfB Herzberg. FOTO: Frank Lehmann / FuPa Brandenburg