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| 02:36 Uhr

Top-Team Krieschow sieht Rot und stolpert

Fünf Gegentore kassierten Chris Hnyk (dunkle Spielkleidung) und die Krieschower. Der Vorsprung des Brandenburgliga-Spitzenreiters auf den Zweiten beträgt nur noch sechs Punkte – bei einem Spiel weniger.
Fünf Gegentore kassierten Chris Hnyk (dunkle Spielkleidung) und die Krieschower. Der Vorsprung des Brandenburgliga-Spitzenreiters auf den Zweiten beträgt nur noch sechs Punkte – bei einem Spiel weniger. FOTO: Marcel Ohnrich/moh1
Krieschow. Gleich mit ihrem zweiten Angriff spielten sich die durch Schnelligkeit und Passgenauigkeit überzeugenden Sachsenhausener in Krieschows Strafraum und der Ball erreichte den frei stehenden Kordecki, der ins linke Eck einnetzte. Die Antwort des VfB kam postwendend. Roland Scheumeister / rsm1

Einen Steilpass Dahms aufnehmend, dribbelte Karow noch ein paar Schritte, um dann die Kugel unhaltbar zu versenken.

Beim folgenden Schlagabtausch hatte die VfB-Abwehr einige brenzlige Situationen zu meistern. Als dann Keeper Jäschke Sachsenhausens Kapitän Müller an der Strafraumgrenze foulte, wurde diese Szene zum Knackpunkt der Partie. Denn obwohl das Streitobjekt bereits außer Reichweite des Torjägers war, entschied der nicht immer sicher wirkende Unparteiische, nach ausgiebiger Rücksprache mit seinem weit vom "Tatort" entfernten Assistenten und unter vehementer Forderung nach "Rot" seitens der Gästebank, auf Platzverweis. Den folgenden Freistoß zirkelte Kordecki über den Balken.

Der neu ins Tor beorderte Schwittek, für den Angreifer Weber weichen musste, parierte gleich einen Scharfschuss, war aber machtlos, als Lieschka den Ball nach Ecke ins eigene Tor abfälschte. Sachsenhausen drängte auf die Vorentscheidung und Pilz traf, zentral von der Strafraumgrenze abziehend, nach mehreren Versuchen, als der Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone geschlagen wurde.

Mit neuem Mut kamen die Krieschower aus der Pause und starteten die Gegenoffensive. Indes suchte und fand der Gegner die Lücken in der nun zwangsläufig gelockerten Abwehr. So konnte Müller einen Konter relativ ungehindert zum vierten Tor veredeln. Doch Krieschow kam noch einmal zurück. Hebler, der ansonsten einer durchgängigen, sehr rustikalen Doppelbewachung ausgesetzt war, verkürzte mit einem glasharten Freistoß das Resultat. Die Freude über seinen 30. Saisontreffer dürfte sich allerdings in Grenzen halten. Mit tollen Aktionen wurde die TuS-Elf zwar nochmal arg ins Wanken gebracht, doch die Gäste konterten erfolgreich.

"Die rote Karte war der Knackpunkt des Spiels, weil die dadurch entstandene Hektik unser Konzept über den Haufen geworfen hat", analysierte Krieschows Trainer Toni Lempke. "Dennoch bin ich, speziell mit unserem Auftritt in der zweiten Hälfte, als unsere Unterzahl nicht erkennbar war, zufrieden."

Krieschow - Sachsenhausen 2:5 (1:3)

T: 0:1 Kordecki (2.), 1:1 Karow (8.), 1:2 Lieschka (37./ET), 1:3 Pilz (44.), 1:4 Müller (48.), 2:4 Hebler (50.), 2:5 Wulff (71.);

Z: 104; S: Jautze (Dresden); RK: Jäschke (VfB/29./Notbremse;

Krieschow: Jäschke - Jentsch (51. Krüger), Lieschka, Hnyk, Dahm, Pehla, Knapczyk, Angerhöfer, Weber (29. Schwittek), Karow (73. Richter), Hebler