| 19:55 Uhr

Tischtennis
Dramatische Spiele für CTTT

Tobiasz Wojciech und Liz Lethal vom Cottbuser TT-Team in Aktion.
Tobiasz Wojciech und Liz Lethal vom Cottbuser TT-Team in Aktion. FOTO: Rudolf Fischer / Fischer Rudolf
Cottbus. Die Cottbuserinnen erleben in der Tischtennis-Oberliga ein Wechselbad der Gefühle. Von Rudolf Fischer

In jeweils recht dramatischen Begegnungen der 1. Damen- und Herrenmannschaft in der Oberliga beziehungsweise Verbandsoberliga kam es für das Cottbuser TT-Team erneut zu hochinteressanten Spielen.

Die Herren des Cottbuser TT-Teams, bisher noch unbesiegt, traten ersatzgeschwächt beim  BSC Eintracht/Südring an. Bei den Doppeln konnten sich nur Marco Schicketanz mit Andreas Mühlfeld durchsetzen. Letzterer wurde seiner Favoritenrolle gerecht und ließ auch nachfolgend nichts anbrennen. Dann aber überraschte erneut der auf Position 3 eingesetzte Tobiasz Wojciech in vorbildlich kämpferischer Art mit zwei gewonnenen Einzeln. Ronny Richter hatte keinen guten Tag erwischt und konnte trotz großen Aufbegehrens nichts an Zählbarem einspielen. Im vorletzten regulären Spiel des Matches konnte Christian Petsch noch den siebenten Punkt einfahren, der die Weichen für das Entscheidungsdoppel stellte. Beim Stand von 8:7 für die Berliner kurz vor Ultimo retteten dann noch das bisher beste Doppel der Liga, Schicketanz und Mühlfeld, mit ihrem  Sieg das Remis, welches für die Cottbuser ein gefühlter Sieg war.

Damit steht das CTT-Team, das zwei Spiele weniger hat, mit 7:1 Punkten auf Tabellenplatz 3. An diesem Sonntag, 22. Oktober, kommt es um 11 Uhr im eigenen Wohnzimmer zum Spitzenspiel gegen Tabellenprimus SV Berliner Brauereien.

Im ersten hochdramatischen Oberligaspiel der Damen am Samstagabend hatte die CTTT-Crew den SC Eintracht Berlin  zu Gast. Nach den beiden ausgeglichenen Doppeln wurde weiter erbittert auf Augenhöhe gekämpft. Sieben Fünfsatzspiele und drei Viersatzspiele unterstreichen dies. Dem 6:4 für die Cottbuserinnen folgte ein 6:6. Die letzten beiden Spiele gingen dann jeweils im 5. Satz knapp verloren. Sandra Wislaug führte sogar mit 2:0 Sätzen, scheiterte nach großem Kampf aber dennoch 2:3. Lea Haupt lag 0:2 zurück, glich zum 2:2 aus – und hatte im fünften Satz doch noch das Nachsehen. Und Lisa Wolschina hätte vor den beiden Finalspielen in ihrem dritten Einzel, nachdem sie zuvor bravourös zwei Einzelsiege eingefahren hatte, im 5. Satz den Sack zum Gesamtremis (7:7) zumachen können, da sie mit 7:2 führte. Doch die Berlinerin holte auf, ihr reichte dann ein Netzroller zum Sieg. Gut drauf war auch Liz Lethal vom CTTT, die ebenfalls zwei Einzelsiege verbuchen konnte.

Der Oberliga-Krimi setzte sich am Folgetag für die Cottbuserinnen fort, beim TSV Stahnsdorf, mit einem ähnlichen Kopf-an-Kopf-Rennen. Keine Mannschaft konnte sich bis zum 5:5 entscheidend absetzen. Dann aber folgte der Siegeszug durch Wolschina, Lethal und Haupt, der schließlich zum 8:5-Auswärtssieg führte. Riesenjubel brandete auf, bei der Mannschaft, Coach Reno Bohg und den Mitgereisten. Haupt präsentierte sich diesmal als Einzige verlustpunktfrei (3,5) und auf Lethal war mit 2,5 Punkten erneut Verlass. Damit sprangen die Cottbuserinnen vom Tabellenende auf einen Nichtabstiegsplatz (7). „Endlich die ersten Punkte in der Oberliga eingefahren. Das tut so richtig gut. Gelitten haben wir gestern. Heute nun ist alles vergessen. Die Mannschaft ist einfach toll“, resümierte die mitfiebernde Mutter Kerstin Haupt.

Die Punktausbeute aus beiden Spielen: Wolschina 4, Wislaug 1,5, Lethal  4,5, Haupt 4 .