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Oberliga
"Super-Andy" trifft vierfach

Auf Torjäger Andy Hebler (l.) war wieder Verlass. Der Stürmer schoss den VfB Krieschow mit seinem Viererpack zum ersten Heimsieg. Er liegt nun mit acht Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste.
Auf Torjäger Andy Hebler (l.) war wieder Verlass. Der Stürmer schoss den VfB Krieschow mit seinem Viererpack zum ersten Heimsieg. Er liegt nun mit acht Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste. FOTO: Marcel Ohnrich/moh1
Oberliga. Krieschow verbucht nach unterhaltsamem Match gegen Sandersdorf den ersten Heimsieg und verlässt damit die Abstiegsplätze. Roland Scheumeister / rsm1

VfB Krieschow - Union Sandersdorf 4:2 (1:0). Tore: 1:0 und 2:0 Hebler (43./48.), 2:1 Lochmann (50.), 2:2 Breitkopf (53.), 3:2 und 4:2 Hebler (65./89.); Schiedsrichter: Bringmann (Bad Lausick); Zuschauer: 150; VfB: Pflug - Bernhardt, Jeschke, Hildebrandt, Kaiser - Pehla, Konzack (61. Hnyk) - Krüger, Richter (87. Schmidt) - Dahm, Hebler.

Der VfB beeindruckte die Gäste mit seiner engagierten Spielweise. Die zunächst optische Überlegenheit schlug sich allerdings nur in einigen Halbchancen nieder. Die Unioner waren, zunächst etwas wackelig, nach circa 20 Minuten präsent. VfB-Keeper Fritz Pflug wurde vom freistehenden Breitkopf zu einer tollen Faustparade gezwungen (19.). Bei dann ausgeglichenem Schlagabtausch boten sich den Gastgebern einige Standards, während den Unionern bei einer Reihe gefährlicher Angriffe die Genauigkeit im Abschluss fehlte.

Sehr präzise war dann eine Eingabe von Matthias Krüger, welche Andy Hebler erreichte, der sich im Strafraum behauptete und zur Führung einschob. Die zweite Hälfte begann mit einer Riesenchance der Anhaltiner. Angreifer Lochmann spazierte durch die Abwehr und verfehlte, völlig blank stehend, das Tor (47.). Im Gegenzug wurde blitzschnell das Mittelfeld überbrückt und "Super-Andy" war mit dem 2:0 zur Stelle.

Offenbar noch in Glücksgefühlen schwelgend gingen die Krieschower etwas zu lax bei den nun nochmals verstärkten Angriffsbemühungen der Sandersdorfer dazwischen. Als der Ball nicht konsequent aus der Abwehr befördert wurde, konnte Lochmann einnetzen und Breitkopf machte den Doppelschlag perfekt, indem er, ebenfalls völlig ungedeckt, aus Nahdistanz ins Tor traf. Das Spiel drohte zu kippen und der VfB wackelte bedenklich. Pflug musste einen Ball aus dem Eck kratzen (56.) und als Breitkopf die Abwehr ausgetanzt hatte, half dem VfB nur der Pfosten (58.). Einen Freistoß verlängerte Uhlmann per Kopf an die Latte (62.). Aus der Bedrängnis heraus war es dann erneut Hebler, der, mit einem Freistoß von Martin Dahm bedient, zum 3:2 einköpfte.

Im Gegenzug landete ein Schuss der Unioner am Querbalken. Dennis Hildebrandt köpfte nach einem VfB-Konter an die Latte (73.), während Pflug mit einer Riesenparade vor Ronneburg rettete (84.). Die Entscheidung fiel mit dem schönsten Spielzug des Tages. Dahm kam an der Mittellinie in Ballbesitz, marschierte, mehrere Gegenspieler stehen lassend, links durch und legte mustergültig quer auf den rechts lauernden Hebler. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und schob am langen Pfosten zu seinem achten Saisontor ein.

Der enttäuschte Union-Coach Mike Sadlo äußerte auf der Pressekonferenz: "Glückwunsch dem VfB. Wir brauchten 20 Minuten, um nach der langen Busfahrt in den Spielmodus zu finden. Dann vergaben wir vier Hundertprozentige und gerieten nach katastrophalen Abwehrfehlern mit 0:2 in Rückstand. Nach dem Ausgleich ließen wir Chancen, die sich sonst in einer kompletten Hinrunde bieten, aus."

Gegenpart Toni Lempke: "Wir sind gut ins Spiel gekommen, ließen aber speziell nach dem 2:0 die Zügel zu sehr schleifen und nach dem Ausgleich retteten uns Pfosten, Latte und der leidenschaftliche Einsatz der Truppe vor dem Kippen der Partie. Am Ende hatten wir Glück, haben aber auch viel richtig gemacht." Manager Christof Lehmann ergänzte: "Wir haben uns das Glück erzwungen."