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| 17:13 Uhr

Fussball
Ströbitz löst die knifflige Pokalaufgabe

Herzbergs Keeper entschärft hier mit seinen Vorderleuten einen Wacker-Angriff.
Herzbergs Keeper entschärft hier mit seinen Vorderleuten einen Wacker-Angriff. FOTO: Bock/Fupa
Fußball Landespokal BBG. Außenseiter Herzberg zeigt gegen den höherklassigen Gegner eines seiner besten Spiele der vergangenen Jahre.

VfB Herzberg – Wacker Ströbitz  0:2 (0:2) T: 0:1 Valentin (18.), 0:2 P.Lehmann (44.); S: Donhauser (Königs Wusterhausen); Z: 65;

Wacker: Duck – Röder, Pawelke, Kowal (68.Heumann), Valentin, Netzger, Jäkel, Voigt (85.M.Lehmann), Schulisch, P.Lehmann,  Afzal (79.Rostock).

Für den Südbrandenburger Kreispokalsieger VfB Herzberg ist in der 1. Runde des AOK Landespokals Brandenburg schon Endstation. Der Landesklasse-Vertreter verlor am Samstag gegen den eine Liga höher spielenden SV Wacker Ströbitz mit 0:2. Von einem Klassenunterschied war aber auf dem Werner-Seelenbinder-Sportplatz vor 65 Zuschauern nichts zu sehen: Der VfB scheiterte letzendlich nur an der eigenen Chancenverwertung gegen den Landesligisten.

Von Beginn an machte die Elf von VfB-Trainer Helmut Brenner Druck auf die neu formierte Ströbitzer Mannschaft. Schon nach nicht einmal 60 Sekunden hatte Essien aus acht Metern die erste dicke Einschusschance, er zielte aber am kurzen Pfosten dabei.

Dafür präsentierte sich der Favorit vor allem in der ersten Hälfte eiskalt vor dem gegnerischen Kasten. In der 18. Minute zog Tom Valentin, der in der Sommerpause von der SG Burg kam, ins Zentrum und zog aus 18 Metern mit seinem starken linken Fuß ab. Jannik Löwe wollte den ersten Schuss auf das VfB-Tor noch blocken – und fälschte ihn stattdessen unhaltbar für seinen Keeper Eric Löser ab zum 0:1 aus Herzberger Sicht. Die Hausherren zeigten sich davon aber überhaupt nicht beeindruckt und zogen ihr Spiel mit viel Wucht und weiten Bällen auf die beiden Stürmer weiter durch. Nach einer guten halben Stunde wurde der Aufwand fast belohnt – aber Jakob Dubens 18-Meter-Flachschuss klatschte nur an den Innenpfosten.

Wie es besser geht, zeigte Wacker nochmal kurz vor der Pause. Eine kurz gespielte Ecke wurde scharf direkt vor das Tor weitergeleitet. Da lauerte Abwehrspieler Pascal Lehmann und schob den Ball zum zweiten Ströbitzer Treffer problemlos ein. Aber selbst nach dem Zwei-Tore-Rückstand zur Pause steckten die Herzberger nicht auf. Der VfB bot sich ein jederzeit spannendes Duell auf Augenhöhe mit dem Landesligisten, der in der zweiten Hälfte eher auf Konter setzte, die aber nicht konsequent genug ausspielte. VfB-Trainer Helmut Brenner: „Das war in zweieinhalb Jahren gefühlt eines unserer stärksten Spiele. Wir haben gegen eine richtige starke Mannschaft, die leider zwei glückliche Treffer erzielt und sich dann dagegen gestemmt hat, kein Tor gemacht. Da verlierst du auch so ein begeisterndes Spiel 0:2.“

Für Wacker-Trainer Tino Kandlbinder war es die erwartet schwere Aufgabe: „Wir sind ganz zufrieden. 2:0 ist erstmal ein klares Ergebnis, obwohl das Spiel selbst in jede Richtung hätte gehen können. Von Anfang an hat man gesehen, dass Herzberg insbesondere in der Offensive richtig gut ist. Sie haben zwei oder drei starke Spieler, die sicherlich auch in der Landesliga mithalten würden. Wir hatten zuviel Hektik in der Partie. Mit dem dritten Treffer wäre es wohl ein gemütlicher Nachmittag in den letzten Minuten geworden. So konnten wir immer Gefahr laufen, noch den Anschlusstreffer zu bekommen. Letztendlich haben wir die Pflichtaufgabe als klassenhöhreres Team gelöst.“ Jetzt freut sich der Wacker-Coach auf das nächste Los. Und er äußert einen Wunsch:  „Hoffentlich wird es ein Heimspiel.“