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| 16:49 Uhr

Handball
„Straßenhandball“ – deftige Pleite für LHC-Junioren

Kolkwitz/Cottbus. Die Cottbuser A-Jugend-Handballer verlieren in der Bundesliga gegen die Füchse Berlin Reinickendorf mit 21:47. Von Wolfgang Swat

Im dritten Spiel in der Handball-Bundesliga haben die Junioren des LHC Cottbus ihre dritte Niederlage kassiert. Die Pleite fiel diesmal deftig aus, denn die Cottbuser verloren am Samstag  im Kolkwitz-Center gegen die Füchse Berlin Reinickendorf mit 21:47.

Nur einmal waren die Cottbuser „Junior Bulls“ auf Augenhöhe mit der Mannschaft  aus der Hauptstadt. Nach zwei Minuten hatte Alexander Volk, der mit sechs Treffern bester Werfer des Gastgebers war, per Siebenmeter zum 1:1 ausgeglichen.

Kurz flackerte noch einmal Hoffnung auf, als der LHC vom 4:9 in der 14. Minute innerhalb von vier Minuten auf 7:10 verkürzen konnte, doch das Strohfeuer war schnell erloschen. Fortan gab es gegen die von Bob Hanning trainierten Berliner nichts mehr zu holen. Mit einer offensiven 4:2- oder 3:3-Deckung hielten die Füchse die Cottbuser Angreifer weit weg von ihrer torgefährlichen Zone. Die Folge war eine Vielzahl von technischen Fehlern beim LHC, die konsequent mit Gegentreffern bestraft wurden.

„Wir haben den Kopf verloren und es zeitweise mit Straßenhandball versucht“, stellte Trainer Jacek Bedzikowski ernüchtert fest. Statt  den Ball laufen zu lassen, versuchten seine Spieler immer wieder, über 1:1-Situationen zum Erfolg zu kommen. Ohne Ball die freien Räume zu suchen und den Ball sicher  zirkulieren zu lassen, das gelang nicht. „Die Füchse sind schon eine klasse Mannschaft, die sicher in der Meisterschaft weit kommen wird“, schätzte Bedzikowski ein. Gleichzeitig räumte er ein:  „Wir haben allerdings auch schlecht gespielt.“

Zunehmend haderte man auf LHC-Seite zudem  mit den Schiedsrichtern. Sieben Zeitstrafen plus einer Gelb-Roten und einer glatt Roten Karte für die Cottbusser standen drei Zeitstrafen der Berliner gegenüber. Ausschlaggebend für die deftige Pleite war das aber nicht. „Wir müssen das Spiel abhaken und uns auf die machbaren Aufgaben konzentrieren“, erklärte der LHC-Trainer und dachte dabei wohl schon an das kommende Heimspiel gegen den ebenfalls noch sieglosen HC Empor Rostock.