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| 18:06 Uhr

Fussball
Stoll avanciert zum Matchwinner

Brieskes Uwe Bierfreund gewinnt das Kopfballduell gegen den Doppeltorschützen von Großräschen Sebastian Sebischka.
Brieskes Uwe Bierfreund gewinnt das Kopfballduell gegen den Doppeltorschützen von Großräschen Sebastian Sebischka. FOTO: Marco Kloss
Fußball-Landesliga. Das Breesener Spitzenduell entscheidet ein Strafstoß kurz vor Ende der Partie. Von Roland Scheumeister

BSV Guben Nord – FSV Glückauf Brieske/Senftenberg 1:0 (0:0) T: 1:0 Stoll (87./FE); S: Alich (Cottbus); Z: 80; BSV: Hübner – C.Schulze (76.Klemczynski), Hauf, Hnyk, Schmietendorf, Ullrich, Kunzke, Richter, Herzog, Stoll (90+3.Kalinke), C.Schulz (66.Hähnel).

Der BSV begann optisch überlegen und hatte die größeren Spielanteile, da die Briesker sehr abwartend taktierten. Möglichkeiten, u.a.von Ullrich und Schmietendorf, blieben ungenutzt. Die Knappen sorgten erstmals mit einem von Hübner zur Ecke abgewehrten Freistoß für Gefahr und fanden dann besser, speziell durch gefährliche Standards, ins Spiel. Besonders die schnellen Spitzen Becker und Natusch sorgten dafür, dass sich bis zur Pause ein flotter Schlagabtausch entwickelte. So konnte Hübner einen 18m-Schuss Riedels erst im Nachfassen parieren, während Hauf und Stoll, nach Ecke Richters, eine Doppelchance vergeigten. Zum Start in die zweite Hälfte musste Hnyk die Kugel von der Linie kratzen, bevor der BSV die Kontrolle übernahm und die besseren Chancen aufwies. Doch zu umständliches Agieren bei den Abschlüssen, verhinderte Zählbares. Matchwinner der Partie wurde schließlich Stoll, der, nach klarem Foul an Hauf, die Nerven behielt und eiskalt wie unhaltbar den fälligen Elfer versenkte. BSV-Präsident Jens-Uwe Kellberg: „Ein sogenannter dreckiger Sieg, der aber auf Grund der zweiten Halbzeit auch verdient ist“.
Wacker Ströbitz – Dynamo Eisenhüttenstadt 1:3 (0:2) T: 0:1 Ngoyou (10.), 0:2 St.Frühauf (42.), 1:2 Afzal (77.), 1:3 Urbansky (80.); S: Lünser (Königs Wusterhausen); RK: Seelig (Dynamo/88./Notbremse); Z: 35; Wacker: Sieber – Röder, P.Lehmann, Valentin, Heumann, Netzger, Jäkel, Holz,Pasera, Ma.Kowal, Afzal.

Einvernehmlich mit dem Gegner wurde die Partie wetterbedingt kurzfristig auf den Kunstrasenplatz verlegt. Grippe und Verletzungen bescherten den Ströbitzern einen weiteren Tiefpunkt in ihrer Besetzungsmisere. Dessen ungeachtet begannen sie flott und mit ersten Chancen durch Netzger und Marcel Kowal. Doch nach einer Ecke konnte Dynamos Ngoyou völlig frei einnicken. Afzal vergab nach Paseras Vorarbeit unkonzentriert, traf später nur das Lattenkreuz, bevor Frühauf ungehindert durch die Ströbitzer Abwehr spazierte und flach einnetzte. Bei zunächst ausgeglichenem Verlauf wurden in Halbzeit zwei beiderseits Torchancen produziert. Afzal überwand endlich seine Ladehemmung in Form seines Kopfballtores, nach Flanke von Holz. Ein Missverständnis in der Wackerabwehr verhalf dann aber den Gästen zum entscheidenden Tor.

Blau-Weiß Vetschau – 1.FC Guben 0:1 (0:1) T: 0:1 Rajchel (37.); S: Schultz (Neuhausen); Z: 37; Guben: Matwiejczyk – C.Hetzel (80.Sheriff), Wessel, Rys, Bieresniewicz, Woryta, Nitschke, Rajchel (48.Olszak)), Schelske, Piotrowski, Vu Tuan (61.Löffler).

Im Kellerduell setzten sich die Gubener voll in der Hälfte der Gastgeber fest. Doch das vielbeinige Abwehrbollwerk der Vetschauer ließ die Neißestädter kaum zur Entfaltung kommen. Bei den wenigen Kontern fehlte den Blauweißen die Durchschlagskraft. Aber auch der FC wies nur wenige Torchancen auf. Ein Kopfball Piotrowskis, nach Ecke, hätte es sein können. Nach toller Vorarbeit von Routinier Nitschke, der den Ball im Mittelfeld eroberte und dann präzise flankte, war der schnelle Rajchel per Kopf mit dem Tor des Tages zur Stelle. Der Torschütze musste nach einem „Pferdekuss“ passen. Der für ihn eingewechselte Olszak bekam dann vier Hochkaräter vorgelegt, traf aber nur die Latte, schoss vorbei und fand zweimal im Keeper seinen Meister. Das kraftaufwendige Spiel forderte am Ende seinen Tribut. Vetschau witterte Morgenluft, doch der FC verteidigte den Vorsprung  über die Zeit.