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| 19:46 Uhr

Handball
Ständig dran – aber nie vorbei

Grünheide/Cottbus. Die Cottbuser Oberliga-Handballer verlieren in Grünheide 26:28. Der Gegner wartete mit vielen ehemaligen LHC-Sportschülern auf. Von Wolfgang Swat

In der Handball-Oberliga haben die Männer des LHC Cottbus den erhofften Befreiungsschlag für den Klassenerhalt verpasst. Sie verloren  am Samstag auswärts beim Grünheider SV 26:28 und mussten den siebten Tabellenplatz an den Gastgeber abtreten.

Das Spielfazit in der Löcknitz-Halle in Grünheide war nach dem Schlusspfiff in einem Satz zusammengefasst: Der LHC war stets nahe dran am Gastgeber,  an ihm vorbeiziehen konnte er aber nie.

Kurios dabei: Es waren vor allem ehemalige Cottbuser Sportschüler in den Reihen des Grünheider SV, die den LHC Cottbus am Ende schlugen.  „Sechs standen im Kader, und die haben mindestens 20 Tore geworfen“, stellte Peter Melzer fest. Er hatte diesmal den Platz vom verhinderten Marcus Meier als verantwortlicher Trainer inne.

Trotz der Niederlage bescheinigte er der Mannschaft insgesamt eine gute Leistung, vor allem auch unter Berücksichtigung der misslichen personellen Lage bei den Lausitzern. Mit Florian Takev und Ernst Efa fielen zwei Leistungsträger aufgrund von Verletzungen aus dem Stralsund-Spiel in der Kreismitte aus. Sie werden möglicherweise sogar länger pausieren müssen. Für sie sprangen mit Spielern wie Tim und Silvio Fischer sowie Max Kröning Akteure aus der zweiten Mannschaft ein. „Die Jungs haben uns sehr geholfen. Alle haben wirklich bis zuletzt gekämpft. Ein Unentschieden wäre mehr als gerecht gewesen“,  stellte Melzer fest.

Daraus wurde allerdings nichts, weil immer dann, wenn man bis auf ein Tor an den Grünheidern heran war, die Angriffe zu schnell mit „überhasteten Würfen“  (Melzer) abgeschlossen wurden. Allein in den letzten zehn Spielminuten war das viermal der Fall. Zudem bekam der LHC die  Kreisspieler der Gastgeber im Gegensatz zu deren Rückraumschützen nach Einschätzung des Trainers über die gesamten 60 Minuten nicht richtig in den Griff. Das war mit ausschlaggebend für die Tatsache, dass Grünheide ab der 16. Minute und dem 10:9 stets in Führung lag und den Gästen aus der Lausitzer Metropole eben nicht mehr als die Hoffnung auf einen Punktgewinn ließ.

Am kommenden Samstag gibt es in der Lausitz-Arena gegen die Uni Greifswald/Loitz die nächste Chance auf Punkte für den Klassenerhalt. Die Hoffnung, dass sie genutzt wird, ist groß. Schließlich haben die Gäste keine Ex-Cottbuser in ihren Reihen.

LHC: Adam, Hinzer (Tor); Nietzel (9/5 Tore), Widera (6), A. Takev (5), R. Takev (2), Hüneburg (1), Wieland (1), Schulze (1), Volk (1), T. Fischer, S. Fischer, Reimann, Kröning