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Spremberger feiern ihre Medaillen bei Prinz Frederic in Hollywood

Weltmeister Stefan Niesecke (v.l.), Trainer Dirk Meyer, Trainingspartner Lucas Urban, Prinz Frederic von Anhalt und Vizeweltmeister Sebastian Bähr feierten in der Villa in Hollywood ihre Erfolge.
Weltmeister Stefan Niesecke (v.l.), Trainer Dirk Meyer, Trainingspartner Lucas Urban, Prinz Frederic von Anhalt und Vizeweltmeister Sebastian Bähr feierten in der Villa in Hollywood ihre Erfolge. FOTO: KSC Asahi
Spremberg/Los Angeles. (pm/jal) Großes Kino für den KSC Asahi Spremberg: Erst strichen die Judoka des Erstligisten bei den 17. World Police and Fire Games in Los Angeles Gold und Silber ein – dann feierten sie ganz stilecht in der Hollywood-Villa des Prinzen Frederic von Anhalt in Bel Air ihre rauschende Siegesparty.

Bei den Olympischen Spielen der Feuerwehren, Polizei, Justiz- und Zollangestellten treffen sich alle zwei Jahre die besten Sportler der ganzen Welt und ermitteln neben den klassischen olympischen Sportarten auch ihre Weltmeister in berufstypischen Disziplinen. Mehr als 10 000 Athleten weilten in Los Angeles und genossen unter anderem die große Eröffnungsfeier im historischen Olympiastadion von 1984.

Asahi-Kapitän Stefan Niesecke konnte seinen Titel aus dem Jahr 2015 in Fairfax erfolgreich verteidigen. Zuvor hatte Schwergewichtler Sebastian Bähr die Möglichkeit genutzt, in mehreren Disziplinen starten zu können und war im Freistil bis 125 kg im Ringen angetreten. Nach zwei vorzeitigen Punktsiegen kam es zur Halbfinalbegegnung mit dem starken US Amerikaner Smith. Bei einem der vielzähligen Beinangriffe des US-Boys verdrehte sich der Spremberger das Knie und dachte schon ans Aufgeben. Bähr biss sich aber durch und schaffte trotz Verletzung sogar noch vorzeitig den Einzug ins Finale. Dort musste er allerdings aufgeben, so dass am Ende die Silbermedaille zu Buche stand.

Vizeweltmeister im Ringen, eine ganze starke Vorstellung - aber zu welchem Preis? Bei den am nächsten Tag stattfindenden Judowettbewerben musste Bähr auf einen Start verzichten, so dass nur Stefan Nie secke die Tatami des LA Conven tion Center betrat. Der Bundesliga-Kapitän zeigte von Beginn an seine Stärke. Für den Mongolen Bunddorj benötigte Niesecke nur knapp 30 Sekunden. Den Russen Renev schickte er nach kaum anderthalb Minuten mit drei Bestrafungen ebenfalls vorzeitig von der Matte. Nur gegen den Brasilianer M. Vaz da Silva tat sich der Spremberger schwer und musste sogar ins Golden Score. Am Ende stand aber der Titel in der Klasse bis 100 Kilo.

Zur Überraschung aller gab es nach erfolgreichem Abschluss der Wettkämpfe eine Einladung nach Bel Air zum Prinzen Frederic von Anhalt. In der ehrwürdigen Villa verbrachten die Spremberger einen sehr angenehmen Abend mit dem Ehemann der 2016 verstorbenen Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor und durften mal einen Hauch von Luxus und Hollywood schnuppern.

Die nächsten Spiele finden 2019 im chinesischen Chengdu statt. Vorher wollen aber beide Kämpfer am 30. September gegen den Deutschen Rekordmeister TSV Abensberg beim Heimkampf in Spremberg Neu Haidemühl für Ihren KSC im Bundesliga-Viertelfinale wieder auf der Matte stehen.