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| 19:47 Uhr

Fussball
Sieg kurz vor Schluss

In dieser Szene sind die Krieschower bei einem Plauener Angriff gefordert. Am Ende konnte der Gastgeber über einen 3:2-Erfolg und damit über drei Punkte jubeln.
In dieser Szene sind die Krieschower bei einem Plauener Angriff gefordert. Am Ende konnte der Gastgeber über einen 3:2-Erfolg und damit über drei Punkte jubeln. FOTO: Marcel Ohnrich
Fußball-Oberliga. Der VfB Krieschow sammelt durch einen 3:2-Erfolg gegen den VFC Plauen weitere Zähler für den Oberliga-Klassenerhalt. Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – VFC Plauen 3:2 (1:1) Tore: 0:1 Guzlajevs (37.), 1:1 Hebler (45.), 2:1 Ren (71.), 2:2 Guzlajevs (80.), 3:2 Konzack (82.); Schiedsrichter: Drößler (Gotha); Zuschauer: 360; VfB: Pflug – Krüger, Lieschka, Hildebrandt, Bernhardt – Knapczyk (27.Küllmei), Konzack, Dörry (90+2.Richter), Karow – Ren (90+4.Hnyk), Hebler.

Der VfB begann energisch, jedem Ball nachsetzend. Andy Hebler spielte Markus Dörry an, dessen Schuss aber vor der Linie geblockt wurde (6.). Die Abwehr um Kapitän Fabian Lieschka agierte kompromisslos. Doch die Vogtländler stellten sich zunehmend besser auf das Spiel der Gastgeber ein. Fritz Pflug und seine Vorderleute waren bald über Gebühr gefordert. Als ein Ball Lieschkas vor den Füßen eines Plaueners landete, verhinderte der Keeper mit toller Parade den Rückstand. Von der großzügigen Spielleitung des Unparteiischen profitierten die Plauener, als Dörry ungeahndet im Strafraum zu Fall gebracht wurde (33.). Durch einen Fehlpass in Ballbesitz gekommen, tankte sich Plauens Gulajevs durch und ließ mit seinem unhaltbaren, weil noch abgefälschten, Schuss Pflug keine Chance. Zum Glück hat der VfB noch einen Andy Hebler, der, von Kevin Karow mustergültig bedient, in seiner spezifischen Art den Verteidiger austanzte und dann, am herauseilenden Keeper vorbei, ins lange Eck einschob.

Krieschow blieb am Drücker und der VFC wartete mit einigen gefährlichen Gegenangriffen auf. Der zunächst nur sangesfreudige Plauener Anhang schlug dann über die Strenge und sorgte durch das Zünden von Bengalos für eine Spielunterbrechung. Auch die Ausführung eines Freistoßes verzögerte sich, weil die Vogtländischen Schlachtenbummler den Weisungen der Ordner nicht folgen wollten. Nach zwei guten Angriffen, bei denen Hebler jeweils nur knapp verfehlte, war es Wojciech Ren, der einen weiten Einwurf von Florian Bernhardt zur Führung verlängerte. Als Krieschow einen Freistoß der Gäste zu kurz abwehrte, kam Guzlajevs an der Strafraumgrenze in Ballbesitz und schoss aus der Distanz unhaltbar ein. Die Antwort des VfB kam quasi im Gegenzug. Nach einem Abwehrschlag Lieschkas erlief sich Sven Konzack den Ball, rangelte sich durch den Strafraum und zog entschlossen ab.

In der Schlussphase, inklusive sieben Minuten Nachspielzeit, ging es noch einmal hin und her. Plauen versuchte mit allen Mitteln auszugleichen, während Heblers Schuss gerade noch von der Linie geholt wurde (87.). VFC-Trainer Daniel Rupf kreidete seiner Mannschaft an, in der der zweiten Hälfte die Ordnung verloren zu haben: „Abgesehen von Bischofswerdas und Leipzigs Dominanz entscheiden bei der Leistungsdichte in dieser Staffel immer Kleinigkeiten.“ VfB-Coach Toni Lempke lobte seine Truppe: „In diesem absoluten Kampfspiel haben alle Abläufe funktioniert, alle Akteure haben, vor allem auch nach hinten, gut gearbeitet.“