ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:21 Uhr

Fußball
Sensations-Donnerstag im Kreispokal

 Während der Kolkwitzer Torjäger Marc Fingas vom Platz schleicht, bejubeln die Wackeraner den Einzug in die Vorschlussrunde des Kreispokals.
Während der Kolkwitzer Torjäger Marc Fingas vom Platz schleicht, bejubeln die Wackeraner den Einzug in die Vorschlussrunde des Kreispokals. FOTO: FuPa Brandenburg
Kreispokal Niederlausitz. Mit Kolkwitz und dem VfB  verabschieden sich zwei Landesklasse-Teams aus dem Kreispokal. Dafür ziehen Laubsdorf und Wacker II ins Halbfinale ein. Von Jürgen Sünder und Tobias Voigt

Traktor Laubsdorf – VfB Cottbus 1:0 (0:0). T: 1:0 M. Pohl (81.), SR: Klose, Z: 143.

Vor respektabler Kulisse boten beide Mannschaften keinen wirklichen Pokalfight. Kreisklassen-Tabellenführer Laubsdorf nahm seine Außenseiterrolle mit einer gut agierenden Defensive wahr. Dass der VfB drei Klassen höher spielt, war zu keiner Zeit ersichtlich. Zwar bemühten sich die Gäste aus der Landesklasse um ein passables Kombinationsspiel, doch diesem fehlten Tempo und Zielstrebigkeit. Nach Balleroberung bemühte sich Laubsdorf, das Leder in den eigenen Reihen zu halten, was aber zumeist in einem langen Ball endete. Erst in 20. Minute gab es eine torgefährliche Szene, als David Weidner nach einem Laubsdorfer Eckball mit dem Kopf an den Ball kam, diesen aber über den Kasten setzte. Der Landesklassist hatte seine einzige torgefährliche Szene, als Traktors Torwart-Oldie Andreas Römer einen flachen Freistoß von Florian Oberschmidt um den Pfosten lenkte (32.).

 Der nächste Favorit muss den Knicks machen vor Laubsdorf: Maik Ketzmerick (l., gegen Naseer Shirzai) zieht mit seinen Jungs ins Kreispokal-Halbfinale ein.
Der nächste Favorit muss den Knicks machen vor Laubsdorf: Maik Ketzmerick (l., gegen Naseer Shirzai) zieht mit seinen Jungs ins Kreispokal-Halbfinale ein. FOTO: FuPa Brandenburg

Nach Wiederanpfiff änderte sich am Spielablauf wenig. In der 66. Minute verfehlte Philipp Pohl mit einem Schuss aus halbrechter Position knapp das VfB-Tor. Zur einzigen Parade in der zweiten Halbzeit wurde Römer in der 73. Minute gezwungen. Der Schuss von Naseer Shirzai aus spitzem Winkel bereitete ihm aber keine Probleme.

Nach einem Pressschlag (76.) mit Oliver Weber spielte Laubsdorfs Kapitän Max Pohl zwar weiter, war aber sichtlich gehandicapt. Das hinderte ihn aber nicht, in der 81. Minute das Führungstor für Traktor zu erzielen. Bei einem kurzen Steilpass ins Abwehrzentrum war die VfB-Abwehr nicht im Bilde und Max Pohl behielt vor Torhüter Conrad die Nerven, musste danach aber doch ausgewechselt werden. Nach dem Rückstand ging kein Aufbäumen durch die Cottbuser Reihen. Die einzige Chance hatte der Laubsdorfer Marko Krüger, der mit dem Kopf aber nicht richtig an eine Eingabe herankam. So zog Laubsdorf verdient ins Halbfinale ein und wahrte den Nimbus der Unbesiegtheit im Spieljahr 2018/19 auch im Pokalviertelfinale.

Wacker Ströbitz II – Kolkwitzer SV 5:0 (3:0). T: 1:0 Mohammad (12.), 2:0 Handreg (22.), 3:0 Specht (39./ET), 4:0 Becker (51./FE), 5:0 Kubis (77.), SR: Lecher; Z: 192.

Der Kolkwitzer SV erlebte einen Gründonnerstag, der kaum bitterer hätte verlaufen können. So schied der KSV im Viertelfinalderby beim SV Wacker Ströbitz II nicht nur aus dem Pokalwettbewerb aus, sondern kam mit einer 0:5-Niederlage sogar ordentlich unter die Räder.

Dabei war das Match für den Favoriten aus der Landesklasse eigentlich schon nach 45 Minuten gelaufen, da der eine Liga tiefer spielende Kreisoberligist zu diesem Zeitpunkt durch die Treffer von Mohammad Abdulhmid Mohammad (12.), Martin Handreg (22.) und Steven Specht per Eigentor (39.) bereits uneinholbar mit 3:0 in Front lag. Zwar hätte die Partie unmittelbar nach der Pause durchaus kippen können, allerdings verpassten die Kolkwitzer nach einer herrlichen Kombination den Anschlusstreffer und damit den Start eines möglichen Comebacks.

Dagegen zeigten sich die Hausherren deutlich abgezockter in Strafraumnähe und schraubten das Ergebnis durch die Tore der Routiniers Robert Becker (51./Foulelfmeter) und Sven Kubis (77.) sogar noch auf 5:0 in die Höhe.