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| 02:35 Uhr

"Selbst schuld" – LHC II verliert in letzter Sekunde

Cottbus. Das war eine völlig unnötige Niederlage, die die zweite Mannschaft des LHC Cottbus am Samstag in der Lausitz-Arena kassierte: Mit dem letzten Wurf in der letzten Sekunde des Spiels verloren die Lausitzer in der Handball-Brandenburgliga gegen den HSV Wildau 1950 mit 28:29, und das, obwohl man fast über die gesamte Spielzeit hinweg in Führung lag. Der Aufsteiger aus Cottbus hat als Tabellendritter und mit nur einem Punkt Vorsprung nun den Rivalen aus dem Spreewald, die TSG Lübbenau 63, im Nacken. Wolfgang Swat / wsw1

Wenn man allein das Ergebnis betrachtet, könnte man zum Schluss kommen, dass die Gastgeber vor allem in der Abwehr versagt hatten. Sicher, es gab am eigenen Kreis ein paar Lücken zu viel. Das räumte auch Spielmacher Max Kröning ein. Entscheidend für den enttäuschenden Spielausgang war für ihn aber die Angriffsleistung. "Vorn waren wir einfach zu unkreativ und haben darüber hinaus ein paar klare Chancen zu viel vergeben", sagte Kröning, der sieben seiner acht Treffer vom Siebenmeter-Punkt erzielte und damit erfolgreichster Torschütze beim LHC war. Nicht anders sah es als Zuschauer der Top-Torschütze des LHC-Oberliga-Teams, Nick Widera. "Im Angriff gab es zu oft Stückwerk. Statt zu kombinieren wurde es im Kampf eins gegen eins versucht."

Natürlich hatte die LHC-Reserve aus unterschiedlichen Gründen nicht die personell beste Mannschaft zusammen. So war beispielsweise Eric Kozlowski nach einer Verletzung von Tim Sträßer der einzige Torhüter, und auch Routinier Robert Michling war noch nicht einsatzbereit. Vor allem gegen Ende beider Halbzeiten merkte man, dass die Spannung im LHC-Team nachließ und sich die Fehler häuften. Mehrfach verpassten es die Einheimischen, sich von ihrem Gegner abzusetzen, so in der siebten Spielminute, als man 6:3 führte und gute Torchancen nicht nutzte. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Wildau sogar die einzige Gästeführung, als man nach einem vergebenen Konterangriff des LHC diesen Fehler eiskalt ausnutzte.

Dass sich genau eine solche Situation 30 Spielminuten später wiederholen sollte, passte zu dieser Begegnung. Nachdem in der 45. Minute beim 19:18 die Führung zurückerobert war, verpasste es der LHC, nachzulegen. Vier Großchancen in Folge wurden vergeben. So gelang Wildau in der 57. Minute der Ausgleich zum 27:27. 30 Sekunden vor dem Ende verlor der LHC durch einen technischen Fehler den Ball, und als sich die Cottbuser diesen wieder eroberten hatten, bewerteten die Schiedsrichter die Abwehraktion als Foul. Zwei Abspiele später lag das Leder im Kozlowski-Tor, sodass der LHC nicht mal mehr wenigstens den Spatz, sprich einen Punkt, in der Hand hatte. "Am Ende", so stellte Kröning enttäuscht fest, "waren wir selbst schuld."