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| 16:48 Uhr

Ringen
Rekordbeteiligung beim Ringer-Turnier

 Zwei sehr ­begabte Cottbuser Brüder: Umar (l.) und Zaur Sayduloeu
Zwei sehr ­begabte Cottbuser Brüder: Umar (l.) und Zaur Sayduloeu FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Der RC Cottbus freut sich über eine rege Beteiligung. Die eigene D-Jugend gewinnt die Teamwertung. Von Georg Zielonkowski

Mit 36 D-Jugendlichen und 34 E-Jugendlichen, entsandt von elf Mannschaften aus Brandenburg, Berlin und Sachsen, war das Ringerturnier des RC Cottbus so stark besetzt wie noch nie. Da konnte Turnierleiter und Clubchef Klaus-Dieter Thode sogar die eigenen Verluste verschmerzen: „In den letzten Tagen hat bei uns die Grippe ordentlich zugeschlagen. Darum konnte ich von geplanten 23 Kämpfern nur 17 auf die beiden Wettkampfmatten schicken“, erklärte er. „Damit war auch klar, dass der Mannschaftstitel des Vorjahres für unseren Ringerclub Cottbus wohl nur sehr schwer zu verteidigen sein wird.“

Nur teilweise bestätigten sich die Befürchtungen des Vereinschefs. Denn während seine sieben E-Jugendlichen mit nur einem Sieg des Titelverteidigers von 2017 (Tim ­Koinzack/19 kg) auf Platz drei einkamen, konnte die D-Jugend mit je zwei Gold-  Silber- und Bronzemedaillen die Konkurrenz von Grün-Weiß Weißwasser und Preußen Berlin distanzieren und die Teamwertung gewinnen.

Umar Sayduloeu aus der 31er-Klasse war einer der Sieger des D-Jugendwettbewerbs. Begleitet wurde der Neunjährige von seinem zwei Jahre älteren Bruder Zaur, der aufgrund seines Alters beim Nikolausturnier nicht mehr startberechtigt war. Als „Zaungast“ gab er seinem Bruder aber gute Hinweise. „Ich habe schon bei den Turnieren in Berlin und Frankfurt an der Oder gewonnen. Daher wusste ich, wie man sich bei einem solchen Turnier verhalten muss. Deshalb habe ich Umar gesagt, er soll ruhig bleiben und auf seine Chance warten. Dass er technisch gut ist, wissen wir alle, aber er darf nicht zu schnell alles wollen“, erklärte Zaur, der sich ab September 2019 an der Luckenwalder Sportschule weiterentwickeln will.

Klaus-Dieter Thode hält beide Brüder, die vor zwei Jahren aus Tschetschenien nach Cottbus kamen und schon jetzt mit großartigen Deutschkenntnissen aufwarten, für eine große Karriere prädestiniert: „Die Jungs haben schon daheim in Tschetschenien jede freie Minute genutzt, um sich sportlich zu betätigen, aber nicht mit Ringkampfsport. Auf den weiteren Weg der Brüder kann man wirklich gespannt sein“, so der Vereinsvorsitzende des Cottbuser Ringerclubs.

 

Die Platzierungen der RCC-Ringer:

E-Jugend: 1. Tim Koinzack (19kg), 3. Kiara Weidner (21kg) und Florian Schubert (23kg)

D-Jugend: 1. Abdulrah Baidulaew (29kg), Umar Sayduloeu (31kg), 2. Adrian Lenz (29kg), Jeremy Werner (38kg), 3. Jeremy Scheffler (29kg), Hugo Günther (34kg)