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Prügel, Sieg und Abschiede

Susann Petras wurde im Spiel gegen Lok Rangsdorf besonders hart angegangen. Letztlich gewannen die LHC-Damen jedoch mit 29:23.
Susann Petras wurde im Spiel gegen Lok Rangsdorf besonders hart angegangen. Letztlich gewannen die LHC-Damen jedoch mit 29:23. FOTO: Beyer/sby1
Cottbus. Durch ein Wechselbad der Gefühle haben die Handballerinnen des LHC Cottbus ihr treues Publikum bei ihrem letzten Saisonspiel gescheucht. Mit dem Schwung der Partie vom Vorwochenende, als mit einem 28:22-Auswärtssieg bei Altlandsberg II Platz vier in der Brandenburgliga gesichert wurde, ging es ins Spiel gegen Lok Rangsdorf. Georg Zielonkowski / ski1

Der Zwischenstand von 4:1 kam allerdings dem berühmten Strohfeuer gleich, wurde doch ab Minute zwölf im Angriff zu fehlerhaft und in der Abwehr zu zögerlich reagiert.

Beim 5:6-Rückstand wurde Trainer Kai-Uwe Weilmünster so richtig laut, doch zu mehr als zu einem 12:13-Pausenstand reichte es für eine jetzt forscher agierende LHC-Mannschaft nicht. Sicher schien Cottbus beeindruckt vom rigorosen, oft übertrieben harten Spiel der Gäste, wobei Susann Petras die meiste "Prügel" einstecken musste.

Nach dem Wechsel, als die Cottbuser Abwehr besser zupackte und auch nicht immer zimperlich agierte, sich so am Strafen-Festival (7:8 Zweiminutenstrafen) beteiligte, drehte sich die Partie mehr und mehr. Nach dem 15:14 (33.) setzte sich der LHC über ein 26:21 (49.) immer weiter ab, sodass der Endstand von 29:23 dann keine Überraschung mehr war.

Während Marlen Matthee mit sieben Treffern erfolgreichste Werferin des Tages war, verabschiedeten sich zwei Zweifach-Torschützinnen vom Handballsport. Juliane Lehmann (31) war es nach 22 Jahren in der letzten Spielminute vergönnt, mit dem Erfolgserlebnis eines erfolgreichen Torwurfs von der linken Außenposition das Parkett zu verlassen und ihre Karriere zu beenden. Auch ihre Teamkollegin Nicole Dubrau (36) sagte dem LHC ade, nachdem sie zwischenzeitlich in Guben und in Gröbenzell/Bayern aktiv war und vor eineinhalb Jahren zu den Cottbusern zurückgekehrt war.