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| 17:43 Uhr

Fussball
Peitz schnappt sich erstmals Wanderpokal

 Riesenfreude bei den Peitzern in der Cottbuser Lausitz-Arena. Sie holten nicht nur den Wanderpokal, sondern stellten auch den besten Torschützen.
Riesenfreude bei den Peitzern in der Cottbuser Lausitz-Arena. Sie holten nicht nur den Wanderpokal, sondern stellten auch den besten Torschützen. FOTO: FuPa Brandenburg
Cottbus. Das 36. Turnier der SG Groß Gaglow erlebt viele Premieren. Für einen Kunersdorfer endet der Tag indes im Krankenhaus. Von Sven Bock

Gleich mehrere Premieren bot am Sonntag das inzwischen 36. Wanderpokalturnier der SG Groß Gaglow. Neben den ersten Teilnahmen des Brandenburgligisten SV Grün-Weiß Lübben und des Landesligisten BSV Guben Nord hat sich auch ein neuer Turniergewinner in die Chronik eingetragen: Eintracht Peitz durfte erstmals den nagelneuen Wanderpokal – der Vorgänger steht nach drei Siegen in Folge seit 2018 in Ströbitz – mit in die Fischerstadt nehmen. Dazu wurde außerdem der Peitzer Angreifer Robert Brandt als erfolgreichster Torschütze ausgezeichnet.

Dabei war die Eintracht mit einer Niederlage gegen den Gastgeber SG Groß Gaglow ins Turnier gestartet. Nach dem klaren Sieg gegen die ersatzgeschwächten und insgesamt enttäuschenden Kolkwitzer musste das Team aus der Landesklasse Ost bis zum letzten Vorrundenspiel gegen den klaren Gruppensieger aus Guben um den Halbfinaleinzug bangen. Ein später Punktgewinn reichte schließlich aufgrund des besseren Torverhältnisses im Vergleich zu Groß Gaglow, um eine Runde weiterzukommen.

In der anderen Gruppe ließ Titelverteidiger Wacker Ströbitz nichts anbrennen und zog mit zwei Siegen und einem Unentschieden souverän ins Semifinale ein. Dahinter setzte sich der SC Spremberg mit Erfolgen gegen den Brandenburgligisten aus Lübben und den Landesklasse-Kontrahenten Fichte Kunersdorf durch, für die beide nach der Gruppenphase Endstation war. Für die Fichte zählte zwischenzeitlich auch mehr die Gesundheit von Tom Mattig: Nach einem Kopfballduell mit Lübbens Lucas Albrecht stand der Kunersdorfer sichtlich benommen auf dem Platz und musste von mehreren Mannschaftskollegen zu den Sanitätern geleitet werden. Eine Blessur an der Schläfe wurde später im Krankenhaus genäht.

 Mit 4:1 bezwangen die Peitzer im Finale am Sonntagabend den BSV Guben Nord. Das Spiel um Platz 3 gewann Wacker gegen den SC Spremberg mit 6:0.
Mit 4:1 bezwangen die Peitzer im Finale am Sonntagabend den BSV Guben Nord. Das Spiel um Platz 3 gewann Wacker gegen den SC Spremberg mit 6:0. FOTO: FuPa Brandenburg

Im ersten Halbfinale hatte Ströbitz den vermeintlichen Vorteil von drei Spielen Pause. Die Peitzer nahmen aber den Schwung vom gerade erst gesicherten Semifinaleinzug direkt mit und setzten sich durch einen späten Treffer von Niclas Straube knapp mit 1:0 gegen Wacker durch. Der Titelverteidiger musste sich am Ende mit dem dritten Platz begnügen.

Ein einziges Tor entschied auch das zweite Halbfinale zwischen dem BSV Guben Nord und dem SC Spremberg. Steven Stoll hatte den Landesligisten früh In Führung gebracht. Im weiteren Verlauf hätte er das Ergebnis deutlicher gestalten müssen, als er alleine zwei Mal ungestört auf SC-Schlussmann Christian Rihm zulief, aber beide dicke Chancen vergab. Doch auch der SC vergab einige Gelegenheiten und musste den Traum vom zweiten Turniersieg nach 2015 begraben.

Das Finale wurde dann eine klare Angelegenheit. Peitz ging 2:0 in Führung, ehe Herzog der Anschlusstreffer gelang. Doch Niclas Straube und Robert Brandt, die beide im Endspiel jeweils doppelt trafen, hatten darauf die richtige Antwort parat und sorgten für den verdienten 4:1-Endstand. Die Gubener konnten sich dennoch neben dem 2. Platz bei der Premierenteilnahme auch über die Auszeichnung für Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich als besten Spieler des Turniers freuen. Bester Keeper wurde nach längerer Verletzungspause Wackers André Thoms.

Eintracht-Coach Sven Ballack freute sich mit seinem Team über den ersten Pokalerfolg und die kleine Finanzspritze für das anstehende Trainingslager: „Wir sind schlecht in das Turnier gestartet. Wir haben den ersten Gegner unterschätzt und zu Recht verloren. Danach haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Im Halbfinale und Finale waren wir klar besser, das hat auch das Ergebnis gezeigt. Wir haben eine solide und gute Leistung gebracht, darauf können wir stolz sein. Und wer als Letzter oben auf dem Treppchen steht, ist verdienter Turniersieger. Die Geldprämie ist eine gute Aufhübschung der Mannschaftskasse. Wir wollen ins Trainingslager fahren, da wird jeder Cent benötigt.“