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| 16:59 Uhr

Handball
Neira Voigt – überragende LHC-Frau

In der vergangenen Saison spielte Neira Voigt (am Ball) noch in der A-Jugend. Jetzt trifft die 18-Jährige regelmäßig bei den LHC-Frauen, so wie hier im Spiel gegen den Oranienburger HC, das die Cottbuserinnen mit 28:16 gewannen.
In der vergangenen Saison spielte Neira Voigt (am Ball) noch in der A-Jugend. Jetzt trifft die 18-Jährige regelmäßig bei den LHC-Frauen, so wie hier im Spiel gegen den Oranienburger HC, das die Cottbuserinnen mit 28:16 gewannen. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Die 18-Jährige trifft beim Sieg gegen Oranienburg 16 Mal. Vanessa Straße glänzt im Cottbuser Tor. Von Georg Zielonkowski

Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung haben sich die Handballerinen des LHC Cottbus ihren dritten Saisonsieg gesichert. 28:16 (13:10) lautete das Endergebnis gegen den Oranienburger HC.

Konnten die Gäste in den ersten 30 Minuten die Partie noch halbwegs offen gestalten, so sorgte die stürmische Startphase der zweiten Halbzeit für eine schnelle Vorentscheidung. Zehn Cottbuser Torerfolge bei nur zwei Gegentreffern ließen das Zwischenresultat auf 23:12 hochschnellen. Neira Voigt traf während der genannten 15 Spielminuten, zumeist über halbrechts kommend, allein acht Mal.

Ohnehin war die 18-Jährige mit ihren insgesamt 16 Treffern eine prägende Figur dieser Partie. Im letzten Jahr noch mit der A-Jugend des LHC unterwegs, hat die Linkshänderin inzwischen 43 Torerfolge in ihrer persönlichen Bilanz stehen und ist derzeit die zweitbeste Werferin der gesamten Liga und damit eine ganz wichtige Figur im jungen Ensemble der LHC-Damen. „Klar, die Bilanz ist für mich schön, aber ich will auch unbedingt meine Mitspielerinnen loben, die mich beim Einlaufen immer gut erwischt haben. Darum muss man die präzisen Zuspiele ebenfalls loben, wenn man von meinen vielen Treffern spricht“, betonte die erfolgreiche Spielerin, der eine enorme Sprungkraft zu eigen ist – ein Unterpfand für die erfolgreichen Torabschlüsse.

Urlaubsbedingt mussten die Cottbuserinnen gegen Oranienburg auf Torhüterin Andrea Kothe verzichten. So kehrte die inzwischen zur Feldspielerin umfunktionierte Vanessa Straße auf ihre frühere Position zurück, um zwischen den Pfosten eine überragende Leistung anzubieten. „Ich spiele dort, wo mich die Mannschaft braucht. Ob im Tor oder draußen, ich will immer mein Bestes geben. Heute war nicht nur ich mit mir zufrieden, wie die Sprechchöre der Fans in meine Richtung bewiesen haben. Das hat mich schon sehr berührt“, so die reaktionsschnelle Torfrau, die auch am Siebenmeterpunkt ihre Gegnerinnen zur Verzweiflung brachte.

So war am Ende der Partie, die in der Turnhalle der 6. Grundschule stattfand, Trainer Ramon Quarta nicht etwa nur mit dem höchsten Saisonsieg zufrieden. Hatte er doch miterlebt, dass seine Mannschaft kompakt und spielfreudig agierte und die im Training einstudierten Kombinationen erfolgreich ausspielte. So bot die Schlussphase Gelegenheit für risikolose personelle Wechsel: „Da konnte ich auch unsere ganz jungen Spielerinnen wie Frieda Lehmann, Josefine Nietsche und Katja Schieritz aufs Feld schicken. Auch weil ich weiß, dass wir auf dem bestimmt harten Weg durch die Saison noch ganz sicher jede Spielerin brauchen werden“, so Quarta. „Insofern war das heute eine gute Gelegenheit, die sonst nur auf ihre Einsätze wartenden Mädels mitzunehmen und ihnen Einsatzzeiten zu geben.“