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| 19:18 Uhr

Fussball
Licht und Schatten in Krieschow

 Romano Lindner (M.) vom VfB Krieschow gegen Blau-Weiß Zorbau (2:2)
Romano Lindner (M.) vom VfB Krieschow gegen Blau-Weiß Zorbau (2:2) FOTO: Marcel Ohnrich
Fußball-Oberliga Süd. Die stark umgebaute Formation des VfB spielt zu Hause gegen Blau-Weiß Zorbau 2:2 (2:1). Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – Blau-Weiß Zorbau 2:2 (2:1). Tore: 1:0 Lindner (21.), 1:1 Hartmann (26.), 2:1 S.Konzack (34.), 2:2 Dwars (63.); Schiedsrichter: Biastoch (Großröhrsdorf); Zuschauer: 215
Krieschow: Oberschmidt – Bernhardt, Knapczyk, Jeschke, Ladwig, S.Konzack, Karow, Gerstmann (71.Dörry), Richter (79.Pahlow), Schmidt (90.L.Konzack), Lindner.

Obwohl Krieschows Trainer Toni Lempke das Improvisieren mittlerweile gewohnt ist, hatte sich vor dem Oberliga-Spiel gegen Zorbau die Situation nochmals zugespitzt. Eine Reihe von Stammkräften stand aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung. Darunter die als Innenverteidiger bewährten Fabian Lieschka, der für ihn auf diese Position gerückte Markus Kaiser und wegen seiner Gelbsperre auch Dennis Hildebrandt. Somit musste die Abwehr komplett umgekrempelt werden. Philipp Knapczyk rückte aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung, welche von den keinesfalls wie resignierende Absteiger auftretenden Anhaltinern einige Bewährungsproben auferlegt bekam.

Bei beiderseits forschem Beginn hatten die Hausherren zwar die erste Möglichkeit durch Florian Schmidt, der das Tor knapp verfehlte. Doch die Blau-Weißen spielten mutig nach vorn und waren oft nur durch Fouls auszubremsen. Bei der Ausführung einiger daraus resultierender Standards ließen sie jedoch die Cleverness vermissen. Oder aber die VfB-Abwehr war im Bilde.

Krieschow zeigte sich in Person von Romano Lindner abgezockter, indem der aus Lübben gekommene Knipser nach einem Zuspiel von Tim Richter seinen ersten Treffer im VfB-Dress verbuchte.

Per kurzer Ecke von Dennis Ladwig in Szene gesetzt, hämmerte Florian Bernhardt das Leder knapp am Gehäuse vorbei. Zorbau zeigte sich unbeeindruckt und glich mit einer per Kopf veredelten Flanke aus. Ein Freistoß Bernhardts, nach Foul an Richter, wurde zur Ecke gelenkt, welche Ladwig präzise in den Strafraum lenkte, wo Kapitän Sven Konzack mit dem Kopf zur Stelle war.

In der zweiten Hälfte hatte zunächst Lindner die Chance zur Vorentscheidung, doch Verteidiger und Torwart holten die Kugel noch von der Linie. Zorbau drängte kompromisslos auf den Ausgleich. Bei flottem Hin und Her wurde die umkämpfte Partie zwischenzeitlich recht hektisch. Im Gegenzug eines guten VfB-Angriffs lief Zorbaus Dwars rechts durch und sein Ball landete via Innenpfosten hinter der Linie – 2:2.

„Mit dem Verlauf sind wir einigermaßen zufrieden“, resümierte Zorbaus Trainer Maik Kunze. „Wir kamen zunächst nicht wie gewünscht ins Spiel, haben es aber in der zweiten Hälfte durch couragierteres Auftreten besser gemacht. Wir wollten in unserer Situation zwar unbedingt den Sieg, haben uns aber mit dem Remis letztendlich gut verkauft.“

Krieschows Coach Toni Lempke befand: „Mit der umgestellten Truppe hatten wir wieder eine neue Situation zu meistern. Leider haben wir trotz zweifacher Führung nicht die nötige Ruhe in unser Spiel bekommen und es versäumt, nach dem 2:1 den Deckel drauf zu machen.“