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| 16:46 Uhr

Handball
LHC verpatzt den Liga-Auftakt

Überragende 14 Tore – und doch kein Sieg: Robert Takev.
Überragende 14 Tore – und doch kein Sieg: Robert Takev. FOTO: Steffen Beyer
Berlin/Cottbus. Die Cottbuser Oberliga-Handballer verlieren 28:31 beim BFC Preussen in Berlin. Von Wolfgang Swat

In der Handball-Oberliga Ostsee-Spree haben die Männer des LHC Cottbus am Samstag beim Aufsteiger BFC Preussen in Berlin mit 28:31 verloren. Den verpatzten Liga-Auftakt hatten sich die Lausitzer, die nur mir elf Spielern einschließlich der beiden Torhüter in der Hauptstadt angereist waren, nach einem insgesamt guten Beginn einer Schwächeperiode kurz vor dem Pausenpfiff und sieben Minuten nach Wiederbeginn zuzuschreiben. In dieser Phase stellten die Hausherren den Spielstand, sogar zwei Minuten in Unterzahl agierend, vom 13:15 für den LHC auf ein 20:16 für sich um. Diesem Rückstand hechelten die Spieler vom neuen LHC-Trainer Bozidar Bursac fortan hinterher, ohne  dass sie den Männern vom BFC Preussen entscheidend näher kommen konnten.

Als der herausragende und mit 14 Toren erfolgreichste Werfer des LHC, Robert Takev, mit zwei Toren auf 20:18 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung bei den Gästen auf. Wieder aber konnten die Lausitzer ein  Überzahlspiel nicht nutzen, sondern ließen  sogar vier Tore in Folge  zur 24:18-Führung für die Hausherren zu. Die Abstimmung in der Abwehr einschließlich der Torhüter stimmte nicht. „Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren“, stellte Glenn Nietzel fest, „zumal  von den Torhütern keine Hilfe kam“, wie es Bozidar Bursac formulierte.

Als sich auch nach Alexander Takev, der bereits angeschlagen angereist war, Malik Reimann und Nietzel mit Verletzungen herum plagten, war das Schicksal des LHC besiegelt.  Der Kräfteverschleiß machte sich zunehmend bemerkbar. „Wir haben ganz gut gespielt“, schätzte Bursac ein, der seinen Feldspielern keine Vorwürfe machte. „Ich hatte in der zweiten Halbzeit allerdings überhaupt keine Wechseloptionen mehr“, stellte er enttäuscht fest. „Die dünne Decke war nicht zu verkennen“, sagte Glenn Nietzel.

Diese Personalsituation hatte sich bereits in der Saisonvorbereitung negativ bemerkbar gemacht, als kaum handballspezifisches Training möglich war. Für Teammanager Sandor Szanyi  hat das Spiel gezeigt, dass die Vereinsführung für „qualitative Verstärkung“ sorgen müsse, „damit diese Saison noch eine gute Saison“ werde.


LHC:
Adam, Hinzer (Tor);  R.Takev (14 Tore), Widera (6), F.Takev (3), Nietzel (3), Hüneburg (1), Efa (1) Reimann (1), A.Takev, Schulze