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| 19:15 Uhr

Handball
LHC-Trainer Weilmünster ist enttäuscht von seinen Frauen

Nicole Ratzkow erzielte kurz vor dem Ende noch den Anschlusstreffer für den LHC Cottbus – zu mehr reichte es aber nicht.
Nicole Ratzkow erzielte kurz vor dem Ende noch den Anschlusstreffer für den LHC Cottbus – zu mehr reichte es aber nicht. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Handballerinnen verlieren wegen zu vieler Fehler. Von Georg Zielonkowski

Die Handballerinnen des LHC Cottbus haben ihr Brandenburgliga-Spiel gegen Germania Massen mit 20:21 verloren. Man könnte behaupten, dass dieser Gegner dem LHC einfach nicht liegt, ging doch schon das Hinspiel in letzter Sekunde mit 22:23 verloren. Konnte man das damals noch als unglücklich bezeichnen, so war das neuerliche Versagen völlig unnötig. „Weil die Mädels einfach nichts von dem getan haben, was angesagt wurde“, zeigte sich Trainer Kai-Uwe Weilmünster maßlos enttäuscht.

So hatte der Coach beispielsweise angeordnet, dass bei der großgewachsenen Torhüterin der Gäste flach zu werfen sei. Dennoch flogen die Abschlüsse der Gastgeberinnen hoch oder halbhoch in Richtung Gehäuse, wo sie zumeist eine sichere Beute der Torfrau wurden. So musste am Spielende eine Cottbuser Chancenverwertung von nur knapp 20 Prozent festgestellt werden, womit den keineswegs überragend agierenden Gästen nicht beizukommen war.

Hier und da machte sich aber dennoch leichte Hoffnung breit. So zog der LHC kurz vor der Pause mit 10:8 in Front, ging aber dennoch nur mit einem 10:10 in die Kabinen.

Aller Illusionen beraubt wurden der Coach und der lautstarke Anhang in der Lausitz-Arena in den beiden Schlussminuten. Gerade hatte Nicole Ratzkow für den LHC Cottbus den Anschlusstreffer zum 20:21 erzielt, nutzte Weilmünster das Mittel „Auszeit“. In dieser gab er für die Zeit des Ballbesitzes in den letzten 59 Sekunden eine Taktik aus, die darauf abzielte, in den Schlusssekunden mit exakt angesagten Spielzügen einen Treffer zu erzielen, um trotz der vielen vorherigen Fehler doch noch einen Punkt zu gewinnen: „Aber auch dieser Ansage ging absolut ins Leere, weil erneut genau das gemacht wurde, was nicht angesagt wurde“, ärgerte sich Trainer Weilmünster. So konnte die Torhüterin der Gäste mühelos einen viel zu schwachen und zudem ungenauen Wurf fünf Sekunden vor dem Abpfiff fangen und so für Massen den Sieg festhalten.