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| 18:33 Uhr

Handball
LHC setzt mit Team 2020 auf den Nachwuchs

Cottbus. Die Handballer starten am Sonntag in die Oberliga-Rückrunde 2019. Spender überbrückt Engpass. Von Wolfgang Swat

Beim  LHC Cottbus ist man  nach der geplatzten Mitgliederversammlung im Dezember vergangenen Jahres (die RUNDSCHAU berichtete) inzwischen mit neuem Schwung in das Jahr 2019 gestartet.   Die Findungskommission zur Wahl eines neuen Vereinspräsidiums, der unter anderen der Frankfurter Unternehmer und LHC-Frauentrainer  Ramon Quarta, LHC-Urgestein Peter Melzer und der einstige LHC-Kapitän Marcus Meier angehören,  hat inzwischen erste Weichen gestellt.  Mit der Vision „Team 2020“ will der LHC in der Perspektive mit eigenem Nachwuchs aus der Lausitzer Sportschule einst erfolgreiche Cottbuser Handball-Zeiten anvisieren.

Angelehnt ist das Motto an das  Nachwuchs-Konzept mit dem „Team 2000“, aus dem in der Folge Bundesliga-Spieler  wie Lars  Melzer, Alexander Urban, Stephan Mellack und später Nationalspieler Tobias Reichmann oder der heutige Sportchef  beim Bundesligisten VfL Gummersbach, Christoph Schindler, hervorgingen.

Einen wichtigen Schritt zur Konsolidierung des Vereins und zur Absicherung des Spielbetriebes  ist bereits getan. Ein langjähriges LHC-Mitglied, das nicht genannt werden will, hat „als ziemlich bester Freund“  laut  dem Sponsorenbeauftragten  Jürgen Lindemann einen finanziellen Engpass behoben, so dass der Verein ein Darlehen von 7000 Euro an ein ehemaliges  Präsidiumsmitglied zurückzahlen kann.

Positive Signale gibt es inzwischen nach RUNDSCHAU-Informationen über die Fortführung des Nachwuchs-Leistungsstützpunktes in Cottbus, nachdem mit dem Aufstieg  des LHC in die Jugend-Bundesliga eine entscheidende Vorgabe die Sportministerium, des  Handball-Verbandes Brandenburg, des  Landessportbundes und des Olympiastützpunktes  bereits erfüllt wurde. Und das trotz des Aderlasses, nachdem im Zuge inzwischen überwundener Querelen im Nachwuchsbereich in der Vergangenheit  38 Handballer der Sportschule nicht für den LHC spielten.

Einen wichtigen Auftrag im Konzept „Team 2020“ hat die aktuelle Oberliga-Mannschaft des LHC zu erfüllen, nämlich trotz des engen Kaders möglichst schnell den Klassenerhalt zu sichern und damit mitzuhelfen, dass Talente an der Seite inzwischen erfahrener Spieler wie den drei Takev-Brüdern, Torjäger Nick Widera, Glenn Nietzel oder Ernst Efa in den Männerhandball hineinwachsen können.

Am Sonntag will die Mannschaft um Kapitän Robert Takev beim VfV Spandau (Anwurf 16.30 Uhr, Sporthalle Falkenseer Damm) einen guten Start hinlegen. Cottbus ist aktuell Tabellenachter, Spandau liegt auf Rang zwölf. Doch Achtung: Der Liga-Neuling hatte  im Hinspiel beim 31:31 einen Punkt  beim LHC entführt. Mit dem Unentschieden hatten die wenigsten einheimischen Zuschauer nach dem Spielverlauf am Ende gerechnet, nachdem ihre Mannschaft über weite Strecken der Begegnung überwiegend mit drei oder vier Toren in Führung gelegen und den Sieg offensichtlich sicher geglaubt hatte. In der allerletzten Spielsekunde gelang dem Spandauer Patrick Germann dann allerdings per Siebenmeter noch der Ausgleich. „Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff“, stellte Trainer Bursac ernüchtert fest.