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LHC-Reserve gewinnt das Spreewald-Derby

Kolkwitz. Die Cottbuser entscheiden ein typisches Kampfspiel mit 27:25 für sich und sind in der Brandenburgliga jetzt Tabellenzweiter. Wolfgang swat / wsw1

Die zweite Mannschaft des LHC Cottbus hat am Samstag in der Handball-Brandenburgliga das Spreewaldderby gegen den HC Spreewald mit 27:25 für sich entschieden. Zur Halbzeit stand es 14:12.

Das Spiel zwischen dem Zweiten und dem Dritten der Liga war von Beginn an bei wechselnder Führung heiß umkämpft. Die Gäste aus Lübben erwischten in dem bereits vor der nachfolgenden Oberliga-Party des LHC gegen BSV Berlin gut besuchten Kolkwitzcenter den besseren Start und unterstrichen ihre Ambitionen, Revanche nehmen zu wollen für die 23:27-Niederlage Anfang Oktober vergangenen Jahres in der eigenen Halle.

Mit zunehmender Dauer bekam die mit erfahrenen Spielern besetzte zweite Mannschaft des LHC die Begegnung dann mehr und mehr in den Griff und ging mit zwei Toren Vorsprung in die Pause. "Nach den Anfangsschwierigkeiten läuft es jetzt richtig gut", stellte Robert Michling, der wegen einer Verletzung nur Derby-Zuschauer war, zur Halbzeit fest.

Die zweite Spielhälfte war ein Spiegelbild der ersten 30 Minuten. Wieder legten die Gäste einen Schnellstart hin und hatten bereits nach vier Minuten den Zwei-Tore-Rückstand in eine 14:15-Führung verwandelt, weil die LHC-Spieler zuvor gleich mehrfach am Torhüter der Gäste gescheitert waren. Es dauerte weitere zehn Minuten, ehe sich der Gastgeber berappelt und den enteilten HC Spreewald eingeholt hatte. Zu verdanken hatte er es nicht zuletzt einem starken Max Kröning, der vor allem am Siebenmeterpunkt Nervenstärke zeigte und am Ende mit sieben Treffern bester Torschütze des LHC II war.

Danach wogte das Geschehen auf und ab. Bis zur 52. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen. Kröning war es, der mit einem verwandelten Siebenmeter seine Mannschaft beim 26:24 erstmals mit zwei Toren in Führung warf.

Gut zwei Minuten vor dem Abpfiff und nach vergebenen Chancen auf beiden Seiten erlebte das Spiel seinen entscheidenden Höhepunkt. Beim Stand von 27:25 hatte der HC Spreewald bei einem Strafwurf die Riesenchance zum Anschlusstreffer. Eric Kozlowski, der Torhüter und zugleich Trainer der Mannschaft ist, wehrte mit einer blitzschnellen Armbewegung den Ball ab. "Ich dachte, der schießt flach, und dann hat er mir den Ball an die Hand geworfen. Glück gehört halt auch dazu", bewertete Kozlowski die Situation. "Klasse, dass Eric den Ball gehalten hat. Sonst wäre es sicher noch einmal eng geworden", stellte Max Kröning nach dem Abpfiff zufrieden fest. "Es war ein typisches Derby und am Ende ein reines Kampfspiel", so Kröning.

Eric Kozlowski sprach von einem "Duell auf Augenhöhe. Das hätte in beide Richtungen laufen können. Der HC Spreewald wollte es am Ende mit der Brechstange erzwingen."

Der LHC Cottbus II belegt als Aufsteiger in die Brandenburgliga hinter Teltow/Ruhlsdorf einen bemerkenswerten zweiten Tabellenplatz. "Einen Platz im Mittelfeld hatten wir uns zu Beginn schon zugetraut", sagte Kröning. "Dass wir so weit oben stehen, überrascht uns selbst ein wenig. Wir können auf einen Pool von 16 Mann zurückgreifen. Ein paar Spieler von uns sind keine heurigen Hasen und haben im Handball auch schon einiges erlebt", so Kröning.