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| 19:03 Uhr

Handball
LHC-Präsidium weist Vorwürfe zurück

Kai-Uwe Weilmünster hatte bei den Handball-Frauen des LHC Cottbus enttäuscht hingeworfen.
Kai-Uwe Weilmünster hatte bei den Handball-Frauen des LHC Cottbus enttäuscht hingeworfen. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Der Verein fühlt sich von Trainer Kai-Uwe Weilmünster zu Unrecht angegriffen. Von Mirjam Danke

Das Präsidium des LHC Cottbus weist die in einem RUNDSCHAU-Artikel erhobenen Vorwürfe des Frauen-Handballtrainers Kai-Uwe Weilmünster zurück. Der hatte in dem Beitrag „Tolle Saison – doch Coach schmeißt hin“ moniert, dass der Verein aktuell „in einer unehrlichen Weise, die wir uns so nicht gefallen lassen können“ geführt werde. Weilmünster verwies auf nicht bereitgestellte Gelder für die Abschlussfeier der Frauen nach deren Saison in der Brandenburgliga und seiner Ansicht nach zweifelhafte Aussagen im Zuge der Diskussion darüber. Der enttäuschte Coach verkündete daraufhin, nicht mehr als Trainer der LHC-Frauen zur Verfügung zu stehen.

Dem Vorwurf Weilmünsters, sich nicht an eine getroffene Sponsoring-Absprache gehalten zu haben, weist der Verein entschieden zurück. So teilt das Präsidium um Präsident Gerhard Haschick in einer ausführlichen Stellungnahme Folgendes mit: „Der Lausitzer Handballclub Cottbus einigte sich zu Beginn der vergangenen Saison mit dem Mannschaftsverantwortlichen auf eine Sponsoringvereinbarung. Dabei erzielten das damalige Präsidiums des Vereins und der Mannschaftsverantwortliche folgende Absprache: Der Betrag für die Mannschaftsausstattung für das Damenteam wird über den Mannschaftsverantwortlichen zusätzlich durch Sponsoring eingeworben. Für den Fall, dass dadurch mehr Gelder als benötigt eingeworben würden als für den Kauf der Ausstattung notwendig, dürfe der Mannschaftsverantwortliche des LHC-Damenteams 50 Prozent des übersteigenden Betrages für das Damenteam verwenden, die übrige Summe verbliebe im Verein. Nach Erhalt der Rechnung für die Mannschaftsausstattung konnte durch den LHC Cottbus festgestellt werden, dass der fällig gestellte Kaufbetrag durch die vom Mannschaftsverantwortlichen des LHC-Damenteams eingeworbenen Sponsoringgelder beglichen werden kann, ohne verbleibenden Überschuss. Der Argumentation des Mannschaftsverantwortlichen des LHC-Damenteams, die Beflockungskosten müssten von der Abmachung unabhängig durch den Verein übernommen werden, wodurch ein Restbetrag für das Damenteam entstehen würde, folgte der Verein nicht. Die Argumentation bezieht sich darauf, der Verein zwinge seine Teams zum Tragen des Logos seines Hauptsponsors, dadurch könnten andere Sponsoren sich nicht an prominenter Stelle präsentieren. Der LHC Cottbus stellt dazu fest. Das alles übertreffende Engagement seines Hauptsponsors sichert seit vielen Jahren die Existenz des Cottbuser Handballs sowie des LHC Cottbus mit Leistungs- und Breitensport. Jegliche Überlegungen, dies durch kurzfristiges Denken und Kurzschlusshandlungen zu konterkarieren, verbieten sich.“