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| 19:20 Uhr

Handball
LHC-Frauen wollen Spitze bleiben

Im Verlauf der Hinrunde hat Jasmin Reimer (hier in Aktion beim 35:21-Hinspielsieg gegen Teltow/Ruhlsdorf) 39 Treffer erzielt.
Im Verlauf der Hinrunde hat Jasmin Reimer (hier in Aktion beim 35:21-Hinspielsieg gegen Teltow/Ruhlsdorf) 39 Treffer erzielt. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Am Samstag geht es für das Überraschungsteam der Brandenburg-Liga weiter. Von Georg Zielonkowski

Bemerkenswert ist die derzeitige Position der Handball-Frauen des LHC Cottbus. Vor eineinhalb Jahren gerade aufgestiegen in die Brandenburg-Liga, grüßte das Team von Trainer Kai-Uwe Weilmünster in der Festtagspause sogar von der Tabellenspitze. Durch den Sieg von Doberlug-Kirchhain Anfang des Jahres zwar auf Position zwei verdrängt, darf die laufende Saison dennoch als außergewöhnlich erfolgreich verlaufend eingestuft werden.

Nicht nur weil der LHC als Fast-Neuling oben mitspielt, sondern dies mit dem wohl kleinsten Kader der Liga erreicht. Personell eng besetzt in die Saison gestartet, erlitt Laura Teichert einen Kreuzbandriss. Schon waren es nur noch neun Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen, die der Coach verfügbar hatte. Ungeachtet dieses langen Ausfalls hatte Weilmünster schon vor dem Saisonstart ein durchaus gutes Gefühl bezüglich der Leistungsstärke der Mannschaft, auch wegen des Eifers und des sichtbaren Qualitätsgewinns während der Wochen der Vorbereitung. „Meine Vorahnung, dass wir deshalb durchaus oben in der Tabelle dabei sein könnten, hat sich im Lauf der Hinrunde bestätigt“, sagt der Trainer. „Selbst zwei der drei Niederlagen sind ja mehr durch Eigenverschulden zustande gekommen als aufgrund der Übermacht der Gegnerschaft aus Massen und Angermünde. Brandenburg allerdings war beim 27:22 besser und hat verdient gegen uns gewonnen“, skizziert Kai-Uwe Weilmünster die LHC-Partien der Hinrunde.

Inzwischen zählt sein Team auch für die am Wochenende beginnende Rückrunde durchaus zum Favoritenkreis der Brandenburg-Liga. Vorausgesetzt, es müssen nicht weitere Verletzungen beklagt werden, scheint selbst der erste Rang am Ende der Spielzeit Ende April nicht ausgeschlossen. „Also wenn das passieren sollte, ist zu befürchten, dass unser Präsident einen Herzinfarkt bekommt“, spöttelt Weilmünster. Der Trainer weiß sehr wohl, dass der Schritt in die Ostsee-Spree-Liga aus personeller, mehr aber noch aus finanzieller Sicht für eine Frauenmannschaft des LHC ein viel zu großer wäre.

Ungeachtet des wohl wahrscheinlichen Aufstiegs-Verzichts im Fall des Erreichens von Platz eins wollen Oelke, Matthee & Co. ab Samstag, wenn bei Teltow/Ruhlsdorf anzutreten ist, alles raushauen, was die Mannschaft zu leisten imstande ist. Wiederum gut vorbereitet geht es hinein in die Rückrunde, wozu kürzlich ein viertägiges Trainingslager im Schnee von Roginice/Tschechien beigetragen hat.