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| 12:02 Uhr

Handball
LHC-Frauen knapper Sieger im Topduell

LHC-Regisseurin Marlen Matthee (M.) wurde vom Gegner „kalt gestellt“.
LHC-Regisseurin Marlen Matthee (M.) wurde vom Gegner „kalt gestellt“. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Beim 27:26 (16:12) gegen Brandenburg West geraten die Cottbuserinnen allerdings unnötig in Not. Von Georg Zielonkowski

Die Handball-Frauen des LHC Cottbus haben das Spitzenduell in der Brandenburg-Liga gegen den SV 63 Brandenburg West, in der Vorwoche noch Tabellenführer, mit 27:26 (16:12) gewonnen. Der knappe Sieg wurde vor allem gesichert, weil der LHC im ersten Abschnitt ein Vier-Tore-Plus heraus warf, in der zweiten Halbzeit dagegen noch in arge Nöte geriet.

Möglichweise waren die ersten 30 Spielminuten die zugleich beste Halbzeit, die die Schützlinge von Kai-Uwe Weilmünster in dieser Spielzeit abgeliefert haben. Obwohl das blitzschnelle Konterspiel, bekannt als bewährte LHC-Waffe, fast nie das Ziel fand. Weil sich die flinken Gäste nach Ballverlust ebenso schnell wie die LHC-Angreiferinnen an ihren Kreis zurückzogen und damit das Konterspiel zumeist  unterbanden. Dennoch zeigte sich der Gastgeber kombinationssicher im Angriff, wobei der Gegner Marlen Matthee lange Phasen des Spiels in persönliche Obhut nahm und so die Regisseurin des LHC wirkungsvoll „kalt gestellt“ wurde. Dennoch wurde ein verdienter und klarer Vorsprung mit in die Kabine genommen.

Nach dem Wiederanpfiff war es ein völlig anderes Bild. Unglaublich viele Fangfehler aufseiten des LHC, unüberlegte und zu viele ungenaue Torwürfe ließen die Gäste aufleben. Diesen wurde es zudem speziell auf den Außenpositionen viel zu leicht gemacht, aus diesen Positionen frei zum Wurf zu kommen. So wurde nahezu problemlos ein ums andere Mal die zeitweilig schon resignierende LHC-Torhüterin Annika Kretschmer überwunden.

So kämpften sich die Brandenburger vom 13:17 (32. Minute) schnell zum 19:19-Ausgleich (41.) heran, ein Führungstreffer gelang jedoch nicht. In den letzten acht Minuten der weiter auf ordentlichem Niveau stehenden Partie steigerten sich die LHC-Frauen wieder etwas, so dass eine Führung mit drei Toren Differenz (27:24) schon eineinhalb Minuten vor dem Ende die Sicherheit vermittelte, die 22:27-Hinspiel-Niederlage beim Rückkampf korrigieren zu können.

Auch die letzten 15 Spielsekunden konnten an der geglückten Revanche nichts ändern, wenngleich es da den Feldverweis der mit zehn Treffern besten Werferin Nancy Oelke und das Siebenmetertor der Gäste zum 27:26 zu notieren gab.

So musste LHC-Coach Weilmünster in seiner Bewertung des Spiels einräumen, dass seine Damen im zweiten Abschnitt oft kopflos und viel zu hektisch agiert hatten: „Und wenn niemand Verantwortung übernimmt, wenn Marlen Matthee kalt gestellt wird, fehlt es an Ordnung in den einzelnen Szenen“, analysierte der Cottuser Trainer und befand: „Ein Unentschieden wäre heute auch ein durchaus korrektes Ergebnis gewesen. Aber durch den Sieg sind wir auch drei Spieltage vor dem Saisonschluss weiter in der Spitzengruppe dabei. Mal schauen, was noch geht.“