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| 16:14 Uhr

Handball
LHC Cottbus: Tore und Torte zum Abschluss

 Die LHC-Frauen posieren mit einer eigens für sie kreierten Torte. Die Cottbuserinnen können auf eine tolle Saison blicken mit der Vizemeisterschaft in der Brandenburg-Liga.
Die LHC-Frauen posieren mit einer eigens für sie kreierten Torte. Die Cottbuserinnen können auf eine tolle Saison blicken mit der Vizemeisterschaft in der Brandenburg-Liga. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Die Brandenburg-Liga-Frauen vom LHC Cottbus siegen zum Saisonende. Und obwohl Meister Angermünde nicht mehr einzuholen war, besteht noch eine Mini-Hoffnung auf den Aufstieg. Von Georg Zielonkowski

Mit einem klaren Erfolg haben sich die Handballerinnen des LHC Cottbus als Tabellenzweite aus der Spielzeit 2018/19 verabschiedet. Eigentlich wollten sie sich auch aus der Brandenburg-Liga verabschieden, um in Richtung Ostsee-Spree aufsteigen. Doch war Spitzenreiter Angermünde nicht mehr einzuholen. Nun hofft man beim LHC auf die oberen Spielklassen, in denen sich durch dortige Auf- und Abstiege für Cottbus in zwei Wochen die Aufstiegschance des Tabellenzweiten eröffnen könnte.

Das finale Spiel, in dem der LHC die Randberliner von Lok Rangsdorf im Kolkwitz-Center vor einer stattlichen Kulisse von rund 150 Besuchern empfing, fiel durch ein ungewohnt zerfahrenes Spiel in der Startphase auf. Dennoch wuchs der Vorsprung des LHC Cottbus bis zur Pause deutlich an.

Da den durchweg körperlich kleinen Gäste-Spielerinnen im Verlauf der zweiten 30 Minuten die Kräfte sichtbar schwanden, setzten sich die Lausitzerinnen immer weiter ab, so dass der Cottbuser Trainer Ramon Quarta in der Schlussphase in Anerkennung für deren Geduld im Saisonverlauf auf ihre Einsätze zu warten, alle jungen Nachrücker aufs Feld schicken konnte. Eigene Torerfolge konnten die jungen Damen allerdings noch nicht bejubeln. Dies erledigte mit aller Konsequenz wie üblich Neira Voigt. Die beste Werferin der Liga erzielte nach 18 Sekunden die 1:0-Führung, auch das letzte Tor der LHC-Saison ging eine Sekunde vor dem Abpfiff auf das Konto der 18-Jährigen, die damit in ihrem ersten Jahr in der Frauenmannschaft auf 181 (!) Tore kam.

An der ausgelassenen Stimmung auf den Rängen während der letzten Spielminuten erfreute sich neben dem Siegerteam auch das Schiedsrichtergespann. Wurden andere Unparteiische im Saisonverlauf oft kritisiert, gilt das Ehepaar Andrea und Jörg Wollgast als große Ausnahme. Mit viel Fingerspitzengefühl leiten die Eberswalder ihre Partien und sehen sich dabei offenbar als stets regelsichere und mit ihrer ruhigen Art der Spielleitung als angenehme Partner der Aktiven.

Einen Pokal hatten die Spielerinnen für ihren Trainer in aller Dankbarkeit mit den Bildern der Saison dekoriert. Der Cottbuser Coach wiederum stattete alle Spielerinnen mit Erinnerungs-Shirts aus. Für große Freude sorgte zudem die Torte, die der Cottbuser Bäckermeister Ladigk für die anschließende Feier übergab. Mit einer Grillparty, „die allerletzte Halbzeit der Saison“, wie es hieß, klang die Saison mit der Vizemeisterschaft aus. Und womöglich darf man in ein paar Wochen ja nochmal grillen und den Aufstieg feiern ...

LHC Cottbus – Rangsdorf 36:21 (19:10).    

LHC: Kothe, Radigk – Radzko (11 Tore), Voigt (9), Reimer (6), Matthée (4), Straße (2), Nietsche (2), Schwanke (2), Weber, Schieritz, Kleiner, Bähr und Lehmann.