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| 15:15 Uhr

Handball
Mit Kampf und Mut zum Klassenerhalt

Die LHC-Spieler feiern mit den 320 Zuschauern in der Lausitz-Arena den Klassenerhalt. Schon vor dem Apfiff hatten die Fans der Mannschaft von Trainer Marcus Meier stehend applaudiert.
Die LHC-Spieler feiern mit den 320 Zuschauern in der Lausitz-Arena den Klassenerhalt. Schon vor dem Apfiff hatten die Fans der Mannschaft von Trainer Marcus Meier stehend applaudiert. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Handball-Oberligist LHC Cottbus bezwingt den favorisierten MTV 1860 Altlandsberg nach einem Kraftakt mit 29:26 (15:17). Von Wolfgang Swat

Der LHC Cottbus hat am Samstag in der Lausitz-Arena den Tabellendritten der Handball-Oberliga Ostsee-Spree, MTV 1860 Altlandsberg, mit 29:26 bezwungen. Nach einer Steigerung in der zweiten Halbzeit sicherte sich die Mannschaft von Marcus Meier nach einem wahren Kraftakt vor 320  Zuschauern durch den Sieg und die gleichzeitige Niederlage des Grünheider SV zwei Spieltage vor Saison­ende den Klassenerhalt. Mit zwölf Toren war Alexander Takev der überragende Akteur des Spiels.

Lange hat es das schon nicht mehr gegeben in der Lausitz-Arena: Die Zuschauer auf den Rängen applaudierten bereits vor dem Abpfiff stehend der Mannschaft für  den Mut und den Kampf, mit denen am  Ende das  Erreichen des Klassenziels erzwungen wurde.  LHC-Präsidiumsmitglied Frank Prätzel lobte: „Die Jungs haben sich richtig reingekniet. Hochachtung vor der Kampfbereitschaft, die am Ende mit dem verdienten Sieg belohnt wurde.“ Trainer Marcus Meier war unmittelbar nach dem Spiel kurz sprachlos. „Mir fehlen im Moment die richtigen Worte“, räumte er ein. Dann zollte er seiner Mannschaft, die er bis zu seiner schweren Verletzung als Kapitän angeführt und dann als Trainer angetrieben hatte, vorbehaltlos Respekt: „Das war ein Riesenkampf. Wir haben auch in schwierigen Situationen immer kühlen Kopf bewahrt.“

Alexander Takev (r.) war nicht zu halten. Zwölf Tore warf er.
Alexander Takev (r.) war nicht zu halten. Zwölf Tore warf er. FOTO: Steffen Beyer

Meier war es, der nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit und einer 17:15-Führung der Gäste mit Mut eine Kurskorrektur vorgenommen und eine offensivere 4:2-Deckung vorgegeben hatte. Von dieser Marschrichtung wurde auch bei zwischenzeitlichen  Drei-Tore-Rückständen nicht abgewichen. Wie die Kletten hingen sich die Lausitzer an die Gästeangreifer und ließen die Altlandsberger in der schwierigen Phase nach der Halbzeit nicht enteilen. Als der überragende Alexander Takev mit seinem zwölften Tor in der 50. Minute die 24:23-Führung herauswarf, ließ sich der LHC nicht mehr vom Kurs abbringen, auch nicht, als die Takev-Brüder Alexander und Robert  von den Gästespielern an der Mittellinie kurz gedeckt wurden. So konnte die Mannschaft die letzten Spielsekunden mit dem Beifall ihrer stehenden Fans genießen.

Zu denen, die applaudierten, gehörte auch Nick Widera. Der Torjäger der Mannschaft war für dieses Spiel gesperrt. Zwischendurch habe er ein bisschen Angst gehabt, bekannte er. „In der zweiten Halbzeit war es insgesamt eine  sehr, sehr gute kämpferische Leistung“, zollte er seinen Kameraden Respekt.

LHC: Adam, Berndt (Tor); A.Takev (12 Tore), R. Takev (4), Efa (3), Mulemba (3), Schmitz (2), Lößner (2), Nietzel (1), Haase (1), Reimann (1), Baccar, Hüneburg