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| 14:33 Uhr

Handball
LHC siegt nach „wunderbarem Kampf“

Diesen Sieg wollten Nick Widera (am Ball) und der LHC unbedingt. Mit Nervenstärke entschieden die Cottbuser das spannende Duell für sich.
Diesen Sieg wollten Nick Widera (am Ball) und der LHC unbedingt. Mit Nervenstärke entschieden die Cottbuser das spannende Duell für sich. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Die Cottbuser Oberliga-Handballer bezwingen vor heimischer Kulisse den MTV 1860 Altlandsberg mit 29:25 (13:14). Von Wolfgang Swat

Der LHC Cottbus hat in der Handball-Oberliga den zweiten Saison-Sieg erkämpft. Er gewann am Samstag in der Lausitz-Arena gegen den MTV 1860 Altlandsberg vor der Minuskulisse von nur 292 Zuschauern mit 29:25 und rückte damit auf den sechsten Tabellenplatz vor.

Zum ersten Mal in seiner noch kurzen Trainerzeit beim LHC Cottbus war Bozidar Bursac rundum zufrieden. „Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel zu ihrer Leistung gratuliert. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Der Kampf war wunderbar“, schätzte er nach einer aufregenden Begegnung ein. „Und das gegen die stärkste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben“, fügte er hinzu. Auch Ex-Kapitän Marcus Meier, der nach der Vorsaison verletzungsbedingt seine Karriere als Handballer beenden musste, war voll des Lobes. „Ich hatte vor dem Spiel vermutet: Entweder es gibt eine Packung, oder die Jungs hauen sich rein und gewinnen das Ding.“

Und reingehauen haben sich seine Kameraden im wahrsten Sinne des Wortes.  Dabei hatten die Lausitzer vor allem in der ersten Halbzeit mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Der energische Kampf in der Abwehr wurde im Angriff zu oft nicht belohnt. Zehn Fehlwürfe waren vor allem die Ursache, dass der LHC zwar meist in Führung lag, aber nicht davon ziehen konnte. Altlandsberg ließ sich nie abschütteln und nutzte die Vorteile  aus, dass man wegen Zeitstrafen  gegen den LHC  insgesamt zehn Minuten in Überzahl spielen konnte und fünf Strafwürfe zugesprochen bekam.

Der Gast dagegen kam bei diesen Strafen durch die Schiedsrichter  mit weißer Weste davon. Als Altlandsberg in der 27. Minute auf 11:14 enteilen konnte,  schien sich die von Marcus Meier in Betracht gezogene Packung anzubahnen. Die aber ließ der LHC nicht zu, sondern kämpfte sich  bis zum Pausenpfiff wieder auf 13:14 heran.

Mehr noch: Nach Wiederbeginn drehten die Lausitzer den Spieß um und legten zunächst bis zur 17:14-Führung in der 37. Minute los wie die Feuerwehr. In den folgenden zwei  Minuten nach einer Auszeit der Randberliner brannte es dann allerdings lichterloh vor dem LHC-Gehäuse, weil Altlandsberg Kontermöglichkeiten konsequent  zum 17:17-Gleichstand nutzte.

Fortan entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide, und zwar bis zur 48. Minute. In den folgenden zwei Minuten setzte sich der Gastgeber durch Tore von Nick Widera (2) und Robert Takev auf 24:21 vorentscheidend ab. In der Abwehr  einschließlich Torhüter Julien Adam  ließ der LHC nichts mehr anbrennen, und  als es doch noch einmal heiß wurde (25:24/55. Minute), zeigte der Hausherr Nervenstärke.

„Das war eine Riesenmannschaftsleistung“, freute sich Alexander Takev nach dem Schlusspfiff.  „Man hat gesehen, dass wir den Sieg unbedingt wollten.“ Der Lohn waren am Ende stehende Ovationen von zufriedenen Zuschauern.

LHC: Adam, Hinzer (Tor); Widera (9 Tore), R.Takev (6), F. Takev (5), Reimann, Schulze (je 3), A. Takev (2), Volk (1), Efa, Hüneburg, Gogava