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| 17:38 Uhr

Fussball
Kunersdorf gewinnt den Supercup

Der Kreismeister Fichte Kunersdorf jubelt über den Gewinn des Supercups dank Elfmeterkiller Wolf.
Der Kreismeister Fichte Kunersdorf jubelt über den Gewinn des Supercups dank Elfmeterkiller Wolf. FOTO: Georg Zielonkowski
Drachhausen. Gegen den SV Döbern siegten die Fichte-Kicker mit 4:2 nach Elfmeterschießen.

Ob es an den beileibe nicht idealen Platzverhältnissen in Drachhausen lag, die von beiden Trainern vorab beklagt wurden, dass in der ersten Halbzeit kein ansehenswertes Spiel zustande kam, sei dahingestellt. Zum Herausspielen einzelner Torchancen reichte der knochentrockene Rasen aber dennoch. So spielte Fichtes Außenbahnspieler Mario Rasche einen feinen Pass in den Lauf von Felix Korn, der allein auf Torhüter Kevin Schultz zulief (4.), an diesem aber scheiterte. Döberns Willi Mrosk machte es zehn Minuten später kaum besser, als er in aussichtsreicher Position den Ball knapp am langen Eck vorbei schob. Viel mehr sahen die 140 Zuschauer nicht in Halbzeit eins.

Nach dem Wiederanpfiff drehte Kreispokalsieger Döbern tüchtig auf, stets angetrieben vom Neuzugang aus Spremberg Eric Schiffel. Der 31-jährige war es auch, der in der 52. Minute Fichtes Torhüter Felix Wolf zu einer überragenden Parade zwang. Kurz darauf befreite sich der Meister mit einem langen Ball, dem sich ein Diagonalpass von Peter Lehragk auf Guido Musäus anschloss. Bei dessen Kopfball sah Döberns Keeper ziemlich unglücklich aus, so dass Kunersdorf in der 55. Minute in Front ziehen konnte. Fortan waren es die Schützlinge von Peter Prohaska, die vehement auf den Ausgleich drängten. Nicht zufällig war es in der 72. Minute Eric Schiffel, der aus halblinker Position sicher vollendete. Kurz darauf traf Döberns Eddie Grabowski nur den Pfosten, viel mehr echte Möglichkeiten gab nicht.

Eine Nachspielzeit gab das Regelwerk nicht her, so mussten die Schüsse vom Elfmeterpunkt das Spiel entscheiden. Und sogleich begann die große Zeit des großen Wolf. Sollte sich doch spätestens jetzt Felix Wolf im Fichte-Gehäuse bei jedem Döberner Versuch mehr und mehr zum Held des Tages entwickeln. Wehrte doch der 32-Jährige die ersten drei Döberner Versuche von Johann Mrosk, Manuel Zesche und Eric Schiffel in überragender Manier ab, lediglich Willi Mrosk traf ins Tor, doch hatten bis dahin Wolfs Kollegen Andre Faustmann und Tom Mattig bereits eingenetzt, so dass es schließlich  Christian Badack vorbehalten blieb, mit seinem verwandelten Elfer den Schlusspunkt zu setzen und so Kunersdorf jubeln zu lassen.

Trainerstimmen:
Michael Braun (Fichte): „Das 1:1 war gerecht bei einem Spiel, in dem keiner einen Fehler machen wollte. Wir haben auch ohne Sebastian Golz, Maxi Müller, ohne Knüpfer und Klisch gezeigt, dass wir demnächst zurecht in der Landesklasse unterwegs sind. Auch heute hat unser Neuzugang Tom Mattig absolut überzeugt.“

Peter Prohaska (SVD): „Wir hatten gerade am Ende des Spiels gute Chancen, da war schon unverständlich, dass der Schiri die Trinkpausen nicht hat nachspielen lassen. Aber Glückwunsch an Fichte, die in der Landesklasse sicher sehr gut dabei sein werden!“