ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:17 Uhr

Fussball
Krieschows Nachrücker sind sehr verlässlich

Der Hohenleipischer Tom Richter (li.) gewinnt nicht nur dieses Luftduell gegen Manuel Drescher, sondern war einer der Besten.
Der Hohenleipischer Tom Richter (li.) gewinnt nicht nur dieses Luftduell gegen Manuel Drescher, sondern war einer der Besten. FOTO: Frank Thiemig
Fußball-Landespokal Brandenburg. FV Erkner – VfB Krieschow 0:3 (0:0) Tore: 0:1 S.Konzack (64.), 0:2 Schmidt (74.), 0:3 Pahlow (87.); Schiedsrichter: Nitz (Seelow); Zuschauer: 53; VfB: Oberschmidt – Bernhardt (52.Pehla), Kaiser, Ladwig, Knapczyk, Pahlow, S.Konzack, Richter (70.Dahm), Ren (46.Schmidt), Karow, Felgenträger.

Der Oberligist war in Erkner ohne einige Stammspieler angereist. In der ersten Halbzeit trat deshalb der Zweiklassenunterschied kaum zu Tage. Nach der Pause musste auch noch Florian Bernhardt verletzungsbedingt passen. Die Mannschaft löste auch dieses Problem und, von Paul Pahlow bedient, hämmerte Sven Konzack das Leder aus 20 Metern volley unter die Latte. Nach einer Eingabe Kevin Karows brauchte Florian Schmidt nur noch den Fuß hinzuhalten um einzunetzen. Den Schlusspunkt  setzte Paul Pahlow, nach Zuspiel Konzacks,  per Kopfball.

Dynamo Eisenhüttenstadt – BSV Guben Nord 3:1 (0:0) T: 0:1 Ullrich (61.), 1:1 St.Frühauf (81.), 2:1, 3:1 Weniger (88.,90+2.); S: Belke (Cottbus); Z: 78; BSV: Hübner – Herzog, Schwittlich, Hnyk (46.C.Schulze), Richter, Schmietendorf, Ullrich, Stoll, Ost, Hauf, Waszkowiak (77.Münschke).

Die Breesener hatten einige Mühe auf dem klein bemessenen Spielfeld zurechtzukommen. Die Dynamos suchten ihr Heil mit weiten Bällen, während der BSV versuchte, sein Kurzpassspiel aufzuziehen. Nach bis dato ausgeglichenem Verlauf übernahmen die Gäste mit Beginn der zweiten Halbzeit das Heft des Handelns. Einen Querpass von Alexander Ost schob Franz-Aaron Ullrich zur Gästeführung ein. Etwas leichtfertig wurde dem Gegner zuviel Spielraum geboten. Eine scharfe Eingabe nutzte Hütte zum Ausgleich, wobei die BSV-Abwehr nicht im Bilde war. Im Bestreben, eine Verlängerung zu verhindern, wollten die Nordgubener die Entscheidung erzwingen. Doch ihre dabei erspielten Chancen blieben ungenutzt, während Dynamo zweimal  erfolgreich konterte. BSV-Coach Ullrich: „Wir waren gut im Spiel, agierten aber nach dem vermeidbaren Ausgleich zu risikoreich, um unser Ziel in der regulären Spielzeit zu erreichen.“

1.FC Guben – Eintracht Miersdorf/Zeuthen 1:3 (0:2) T: 0:1, 0:2 Goslinowski (22.,26.), 1:2 Vu Tuan (62.), 1:3 Goslinowski (75.); S: Habertag (Jethe); Z: 40; Guben: Matwiejczyk – Schwärtzke, Woryta, C.Hetzel (56.Rajchel), Schulze (70.Swoboda), Rys, N.Hetzel, Piotrowski, Pulm, VuTuan, Pietka (56.Sheriff).

Etwas umstritten, weil abseitsverdächtig, ging Miersdorf in Front und legte per 16m-Schuss ins Dreiangel  nach. Im zweiten Durchgang wollte der FC unbedingt noch etwas reißen. Die Einwechsler belebten das Angriffsspiel und Danny Vu Tuan verkürzte verdient. Kamil Rajchel verpasste gar den Ausgleich, bevor die Gubener, inmitten ihrer stärksten Phase, in einen Konter liefen. Damit war die Partie entschieden, wenngleich der FC auch noch Möglichkeiten zur Ergebniskosmetik hatte.

SV Döbern – FSV Bernau 0:2 (0:1) T: 0:1 Machut (18.), 0:2 Pönisch (48.); S: Seifert (Zinnitz); Z: 70; Döbern: Schultz – Scholz, Blechstein, Koschitza, Dost (62.Schneider), J.Mrosk, Schiffel, Zeschke, W.Mrosk, E.Grabowski, Schwerdtner (62.Gad).

U.a. mit einer Großchance beginnend, ließen die Bernauer sofort ihre Höherklassigkeit erkennen. Die Döberner stellten sich jedoch, gut verteidigend, auf den Gegner ein. Nach einer Flanke landete das Streitobjekt an der Latte und den Abpraller versenkten die Gäste zum Halbzeitstand. Der SVD nahm sich für die zweite Hälfte einiges vor. Doch nach einem ungeahndeten Ellenbogencheck spielte Bernau den Ball ins Aus.  Die dann fälschlicher Weise gegebene Ecke führte zum 0:2 und warf damit die Döberner Pläne über den Haufen.

SSV Einheit Perleberg – Grün-Weiß Lübben 3:0 (1:0) Tore: 1:0 Plog (43.), 2:0 Richart (59.), 3:0 Behrend (89.); Schiedsrichter: Schabanowski (Oberkrämer); Zuschauer: 131; Lübben: Michaelis – Leupold, Trehkopf, Herms, Neubauer (68.Tola), Müller, Savaris Lopes (60. Pereira De Brito), Lehmann, Lindner, Gülzow, Gutar.

Die Riesenchance zur Führung verpassten die Prignitzer zwar bei einem Konter, konnten dann aber nach einer Ecke einnetzen. Die Lübbener erhöhten ihre Offensivbemühungen, fanden aber keine Lücken in der Perleberger Deckung und waren ständigen Kontern ausgesetzt. Diese wurden zwar gut abgewehrt, doch führte fahrlässiges Abwehrverhalten zum zweiten Treffer der Gastgeber, welche dann einen weiteren Gegenangriff zum endgültigen Pokal-K.O. des Brandenburgligisten nutzten.

FSV Brieske/Senftenberg – Union Klosterfelde 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Schulze (65.), SR: Bauer (Eichwalde), Z.: 58.

Mit der Favoritenrolle spielte Klosterfelde einen ordentlichen Ball, schaffte es aber nicht, zu guten Möglichkeiten zu kommen. Die Hausherren blieben in ihrer Konterrolle geduldig. Fünf Minuten nach der Pause zeigte der Unparteiische auf den Strafstoßpunkt und nahm diesen nach Rücksprache mit dem Assistenten wieder zurück und bewies damit Rückgrat und erläuterte nach dem Spiel sachlich und vernünftig seine Entscheidung. Ein Kopfball auf die Latte, ein geblockter Rückpass waren noch die Vorboten, als John einen Freistoß auf den Kopf von Schulze servierte, der klassisch einnickte. Wenige Minuten später parierte der Torhüter der Gäste überragend gegen Hübner, so dass die Gäste nun noch einmal alles versuchten, kamen aber nur zu einigen Möglichkeiten, die die Knappen abwehrten und am Ende zwar knapp, aber nicht gänzlich unverdient in die zweite Runde einziehen.

TSV Schlieben – FC Stahl Brandenburg 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Weinert (20.), SR: Stramke (Elsterheide), GRK: R. Dehne (88./Schlieben), Z.: 123.

Ein Freistoß von Drößigk wurde zunächst geklärt, aber den zweiten Ball versenkte Weinert clever in der kurzen Ecke. Im zweiten Durchgang erhöhten die Gäste sofort merklich den Druck und schalteten einen Gang hoch. Schlieben verteidigte leidenschaftlich und schaffte es in dieser Phase kaum noch für Entlastung zu sorgen. In der 89. Minute verlor die Heimelf R. Dehne durch die berechtigte Ampelkarte, sodass die letzten Minuten in Unterzahl bestritten werden mussten.

Blau-Weiß 90 Vetschau – Ludwigsfelder FC 0:9 (0:4). Tore: 0:1, 0:2, 0:7 und 0:9 Hager (2./27./67./82.), 0:3 und 0:5 Ladewig (37./46.), 0:4 Hille (ET/44.), 0:6 Kowalski (53.), 0:8 Lemke (72.), SR: Buttenstedt (Senftenberg), Z.: 80.

VfB Hohenleipisch 1912 – SV Falkensee/Finkenkrug 3:1 (3:0) Tore: 1:0 Vetter (14.), 2:0, 3:0 P. Werner (34., 45.+1 FE), 3:1 Schulze (55.); Schiedsrichter: Müller (Cottbus);  Zuschauer: 133; VfB: Drangosch - Rink, Bischof, Seifert, Lehmann (74. K. Schüler) - Lischka (90.+3 Gärtner), Ayata, Wenzel, Richter - P. Werner, Vetter.
Mit einem verdienten Erfolg gegen den höherklassigen Gegner aus Falkensee/Finkenkrug steht der VfB Hohenleipisch in der nächsten Landespokalrunde. Besonders in der ersten Hälfte überzeugten die Platzherren auf ganzer Linie und erspielten sich einen satten Pausenvorsprung. Von Beginn an war der VfB die aktivere Elf und das frühe und sehenswerte 1:0 durch Vetter, der einen Lischka-Pass direkt genommen und eingenetzt (14.) hatte, gab Selbstvertrauen. Die Gäste kamen Mitte der ersten Hälfte etwas besser ins Spiel, brauchten aber für ihren einzigen Torschuss vor der Pause die Mithilfe von VfB-Keeper Drangosch, der beim Abschlag unglücklich wegrutschte (28.). Sein Gegenüber konnte kurz darauf gegen Werners ersten Versuch noch klären, war gegen dessen Nachschuss aber machtlos (31.), genau wie beim Strafstoß Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Der zweite Durchgang reichte bei den Platzherren nicht ganz an die gute Vorstellung vor dem Wechsel, aber sie kamen auch jetzt nicht in Bedrängnis und ließen sich auch vom Gegentor (55.) – Schulze hatte aus achtzehn Metern abgezogen – nicht aus dem Konzept bringen.