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| 14:51 Uhr

Fussball
Krieschows Anhang gerät in Rage

Viel Redebedarf: In der Nachspielzeit übersah der Schiedsrichter ein Handspiel im VfB-Strafraum.
Viel Redebedarf: In der Nachspielzeit übersah der Schiedsrichter ein Handspiel im VfB-Strafraum. FOTO: Marcel Ohnrich
Landespokal-Viertelfinale. Beim 1:2 im Landespokal-Viertelfinale gegen Optik Rathenow hadern Fans und Mannschaft mit dem Schiedsrichter. Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – Optik Rathenow 1:2 (1:1). Tore: 1:0 Felgenträger (26.), 1:1, 1:2 Turhan (45.,82.); Schiedsrichter: Stein (Potsdam); Zuschauer: 180
VfB Krieschow: Oberschmidt – Jeschke, Hildebrandt, Kaiser, Ladwig, Pahlow, S.Konzack, Dahm, Richter (78.Ren), Karow (85.L.Konzack), Felgenträger.

Im Pokal-Duell zwischen dem Oberligisten und dem Regionalliga-Vertreter ging es sofort zur Sache. Dabei beeindruckte die Multikulti-Elf aus dem Westhavelland vor allem durch sehenswerte Einzelaktionen, welche sich aber kaum in gefährlichen Torchancen widerspiegelten. Indes kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel – keine Spur von Klassenunterschied in diesem abwechslungsreichen und ansehnlichen Kick. Zwar musste Dennis Hildebrandt den Ball nach einem Abpraller auf der Linie klären. Doch als Martin Dahm, von Kevin Karow angespielt, Leo Felgenträger in den Lauf spielte, schob der am langen Pfosten ein. Mit gutem Zweikampfverhalten hielten die Gastgeber im Schlagabtausch ebenbürtig gegen.

Krieschow hielt gut mit gegen den Regionalligisten. Hier zwingt Dennis Hildebrandt Rathenows Keeper zu einer Parade.
Krieschow hielt gut mit gegen den Regionalligisten. Hier zwingt Dennis Hildebrandt Rathenows Keeper zu einer Parade. FOTO: Marcel Ohnrich

Erstmals in Rage geriet der VfB-Anhang, als Markus Kaiser nach einer Rathenower Flanke in den Strafraum ungeahndet umgerissen wurde und Turhan dadurch frei einnetzen konnte.

In der zweiten Hälfte hatte der VfB mehr zuzusetzen als der Regionalligist. Oft konnten die Angriffe nur durch Fouls gestoppt werden. So wurde Sven Konzack nach einem Freistoß von Hildebrandt bei seinem Abschluss gerade noch geblockt, und Felgenträger fand bei einem Solo keinen finalen Anspielpartner. Inmitten dieser Druckphase traf  Optik im Anschluss an eine Ecke aus dem Strafraumgewühl heraus zum 1:2.

Die Gäste waren im Schlussgang nur noch darauf bedacht, das Resultat über die Zeit zu retten. Wenig souverän wurde mit allen Mitteln nur noch verzögert. Als dann in der Nachspielzeit ein glasklares Handspiel im Optik-Strafraum übersehen wurde, kochten die Emotionen des Publikums endgültig hoch. Am Ende beruhigten sich die Gemüter, auch wenn zwei klare Fehlentscheidungen den VfB wohl um weitere Pokalhöhepunkte gebracht haben.

Rathenows Trainerurgestein Ingo Kahlisch äußerte sich nach dem Spiel auch wenig begeistert über den Auftritt seines Teams: „Die Mannschaft hat hier nicht gezeigt, was sie kann. Am Ende freuen wir uns, eine Runde weiter gekommen zu sein.“

Krieschows Coach Toni Lempke beurteilte die bittere Niederlage sportlich: „Wir sind gut ins Spiel gekommen. Nach der Führung haben wir es leider versäumt nachzulegen. Der Ausgleich war strittig, wie auch die Elfmetersituation in der Nachspielzeit. Fazit: Meine Jungs haben das gut gemacht. Bei etwas mehr Schiriglück wäre ein Sieg möglich gewesen.“