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Fussball
Krieschower Kicker stehen vor Kellerduell gegen Gera

Oberliga. VfB muss für den Oberliga-Klassenerhalt punkten. Von Roland Scheumeister

Trotz durchweg guter Kritiken ging der VfB Krieschow in den letzten vier Spielen leer aus. Somit spiegelt sich das gute spielerische Niveau der Truppe noch nicht in der Oberliga-Tabelle wider. Bei zwei bis drei Absteigern wäre mit dem momentanen Tabellenplatz 13 am Ende zwar das rettende Ufer erreicht. Dennoch muss diese, durchaus noch gute Ausgangsposition, nun endlich wieder mit Zählbarem ausgebaut werden. Gegen den am Samstag um 13.30 Uhr im Krieschower Sportpark erwarteten Traditionsverein Wismut Gera steht deshalb nur ein Sieg zur Debatte. Allerdings sind auch die Gäste mächtig unter Zugzwang. Vor Saisonbeginn vielerorts als Aufstiegsanwärter für die Regionalliga gehandelt, taumelt die Mannschaft derzeit in der Abstiegszone dahin. Dass jedoch nach wie vor mit den Thüringern zu rechnen ist, zeigt sich in der Tatsache, dass sie vier der bislang fünf zu Buche stehenden Punkte in den beiden letzten Spielen (3:0 gegen Stendal und 3:3 in Bernburg) geholt haben. Die Mannschaft hat sich akribisch auf dieses Richtung weisende Abstiegsduell vorbereitet und hat bereits am Freitag vor Ort Quartier bezogen. Wie von VfB-Pressesprecher Marcel Ohnrich zu hören ist, sind auch die Krieschower bis in die Haarspitzen motiviert: „Außer dem langzeitverletzten Kapitän Fabian Lieschka sind alle Mann an Bord und heiß, diesen wichtigen Dreier zu realisieren.“

Neben dem Spitzenduell auf Wacker, gegen Brieske, bietet der Spielplan auch zwei interne Duelle des Niederlausitzkreises. Der 1.FC Guben will, daheim gegen Kolkwitz, mit einem Sieg von den Abstiegsplätzen los kommen, während die Gäste für die Festigung des Platzes im Mittelfeld  punkten wollen. Besetzung und Tagesform könnten hier von entscheidender Bedeutung sein. Ihren ersten Sieg streben indes die Burger Spreewaldkicker an, wenn Aufsteiger VfB Cottbus an der Jugendherberge gastiert. Die Cottbuser ließen zuletzt mit zwei Siegen über Schöneiche (1:0) und in Hohenleipisch (3:2) aufhorchen und gehen entsprechend selbstbewusst in diese Partie.

Zum Spitzenspiel reist der ungeschlagene Tabellenführer SC Spremberg ins benachbarte Döbern. Während die Slamener über das gesamte erste Saisondrittel zu überzeugen wussten, haben sich die Döberner, nach schwierigem Saisonstart, mit zuletzt sechs Siegen, auf Rang fünf gebeamt. Die beiden Trainer Peter Prohaska (Döbern) und Michael Thiele (Spremberg) sind sich einig: „Das wird ein spannendes Spiel auf Augenhöhe.“