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| 16:21 Uhr

Fussball
Krieschower Kampfgeist belohnt

Ein echtes Kampfspiel zwischen Krieschow und Ludwigsfelde bekamen die Zuschauer geboten.
Ein echtes Kampfspiel zwischen Krieschow und Ludwigsfelde bekamen die Zuschauer geboten. FOTO: Marcel Ohnrich
Fußball-Oberliga. Dank einer starken Abwehrleistung gewinnt der VfB gegen den Ludwigsfelder FC mit 1:0. Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – Ludwigsfelder FC 1:0 (1:0) Tor: 1:0 Hildebrandt (16.); Schiedsrichter: Seidl (Langenbernsdorf); GRK: Felgenträger (VfB/83./Foulspiel + Unsportlichkeit); Zuschauer: 280; VfB: Pflug – Knapczyk, Hildebrandt, Kaiser, Ladwig – Pahlow, S.Konzack, Bernhardt (50.Richter), Dahm (90.Pehla) – Karow (88.Schmidt), Felgenträger.

Der VfB begann optisch überlegen. Zwar konnte Fritz Pflug einen Schuss des allein durchmarschierten Lemke erst im Nachfassen klären, doch mehr Zug zum Tor entwickelten die Platzherren. Florian Bernhardt steuerte allein auf das LFC-Gehäuse zu, Gerlach rettete auf der Linie. Den daraus resultierenden Eckball köpfte Dennis Hildebrandt in die Maschen. Der LFC erhöhte den Druck. Die kompromisslos agierende Krieschower Abwehr hatte einige brenzlige Situationen zu meistern. So hob Hager das Streitobjekt über das leere VfB-Gehäuse (43.Min.).

Zur zweiten Halbzeit kamen die Gäste noch besser in die Partie. Es entwickelte sich ein spannendes Kampfspiel, in welchem die Dahmeländler vehement auf den Ausgleich drückten und mit vollem Risiko angriffen. Die Begegnung wurde im Schlagabtausch ziemlich hektisch. Nicht zuletzt weil des Schiri Hand stets sehr nahe an den Karten war. Dessen Linie brachte dem VfB in Summe siebenmal Gelb (dem LFC 2) ein und als Leo Felgenträger, zuvor wegen eines Fouls zurecht verwarnt, etwas zu langsam zu seiner Auswechselung an die Seitenlinie trottete, wurde die Kartenflut mit Gelbrot gekrönt.

Die Schlussphase mit fünf Minuten Nachspielzeit wurde zur Abwehrschlacht. Die Dahmeländler stürmten mit Mann und Maus. Bevor der für den VfB erlösende Schlusspfiff ertönte, verpassten sie die größte Chance, indem ein Freistoß Gerlachs an den Pfosten ging. Auf der anschließenden Pressekonferenz äußerte sich LFC-Coach Volker Löbenberg bitter enttäuscht über das Resultat: „Glückwunsch dem VfB, aber wir waren ebenbürtig und in der zweiten Halbzeit tonangebend. Dass wir keine Tore erzielen, ist unser derzeitiges Dilemma“. Sein Gegenpart Toni Lempke bescheinigte den Gästen ebenfalls eine starke Leistung: „Wir sind gut in die Partie gekommen und zurecht in Führung gegangen. Doch der LFC steigerte sich erheblich. Speziell in der zweiten Hälfte war unsere Abwehr gefordert und wir hatten Glück, dass der Gegner seine Chancen nicht nutzte. Allerdings mussten wir auch wieder eine ganze Reihe von Ausfällen kompensieren, was uns mit viel Kampfgeist auch ganz gut gelang“.

Die Frage eines Zuschauers hinsichtlich der vielfach kritisierten Schiedsrichterleistung beantwortend, stellten sich beide Trainer hinter den Unparteiischen. Gästetrainer Volker Löbenberg: „Da will ich mir nicht den Mund verbrennen, aber grundsätzlich gebührt jedem Respekt, der sich dieser Herausforderung stellt“. Toni Lempke erklärte: „Der Schiri hat sich für die kleinliche Auslegung der Regeln entschieden, dies aber auch konsequent durchgezogen. Bei einem derart zweikampfbetonten Fight kommt es dann natürlich auch zu einigen Verwarnungen“.