| 20:59 Uhr

Fussball
Krieschow siegt doppelt bei Doppelbelastung

Insgesamt fünf Tore erzielte Andy Hebler (l.) am Osterwochenende.
Damit hat Krieschows Toptorschütze jetzt 17 Saisontreffer
auf dem Konto.
Insgesamt fünf Tore erzielte Andy Hebler (l.) am Osterwochenende. Damit hat Krieschows Toptorschütze jetzt 17 Saisontreffer auf dem Konto. FOTO: Fupa/Voigt
Oberliga Süd. 4:0 in Kamenz, 4:1 gegen Stendal – VfB holt sechs Oberliga-Punkte. Von Roland Scheumeister

Der VfB Krieschow hat die österliche Doppelbelastung in der Oberliga Süd blendend verkraftet und gegen Einheit Kamenz (4:0) und Lok Stendal (4:1) wichtige sechs Punkte gegen den Abstieg eingefahren.

Nach den jüngsten Achtungserfolgen (3:3 in Bernburg und 3:1 gegen Halle), gingen die Krieschower das richtungsweisende Osterwochenende sehr zuversichtlich an. Zunächst galt es, das „Sechspunktespiel“ beim Abstiegskonkurrenten Kamenz zu meistern. Bei kampfbetontem und ausgeglichenem Beginn verlief die Partie nach den Vorstellungen der Krieschower, als Andy Hebler, nur durch ein Foul gestoppt, den fälligen Elfer selbst versenkte und Sven Konzack, nach Vorlage von Markus Kaiser, nachlegte. Der eingewechselte Kevin Karow  sowie nochmals Kaiser, servierten dann „Super-Andy“ die Vorlagen für dessen weitere Tore.

Die Freude über den klaren Sieg wurde jedoch getrübt durch die schwere Verletzung von Martin Dahm. Der Spielmacher wird dem VfB wegen eines Armbruchs bis zum Saisonende fehlen.

Für die keine 48 Stunden später angesetzte Partie gegen Stendal war Trainer Toni Lempke also zum Umstellen gezwungen. Zumal aus der zuletzt so erfolgreichen Formation auch noch Abwehrchef Fabian Lieschka (Grippe) und Mittelfeld­stratege Philipp Knapczyk (5. Gelbe Karte) herausfielen. Aber allen Bedenken zum Trotz meisterte die Mannschaft ihre Aufgabe bravourös. Woijciech Ren tanzte auf der rechten Seite zwei Verteidiger aus und vollendete zur Krieschower Führung. Die Altmärker erhöhten den Druck, prüften Torwart Fritz Pflug mehrmals, während Krieschow einige gute Konter fuhr.

Unmittelbar nach der Pause glich Stendal per Freistoß aus. Der VfB antwortete mit der erneuten Führung. Nach Foul an Ren zirkelte Kaiser das Leder in den Fünfmeterraum und Konzack vollendete mit einem Flugkopfball. Die Lokelf erhöhte nochmals den Druck und drängte Krieschow in die Defensive. Was ihr bei den guten Angriffen allerdings fehlte, war ein echter Vollstrecker. Diesen hatten die Krieschower in Person von Andy Hebler in ihren Reihen. Einen Befreiungsschlag aus der in Bedrängnis geratenen Abwehr nahm er auf und zog, von einem Verteidiger verfolgt, im richtigen Moment ab.

Endgültig den Deckel drauf machte er mit seinem Saisontor Nummer 17. Wieder durch einen Befreiungsschlag in Position gebracht, wurde er vom Verteidiger im Strafraum umgerissen und ließ dem Keeper auch bei dem flach geschossenen Elfer keine Chance.

Damit hat der VfB aus den letzten vier Spielen 10 Punkte geholt, soviel wie zuvor in 16 Partien.  Trainer Toni Lempke: „Als das Spiel nach dem 1:1 auf der Kippe stand, fielen unsere Tore zum richtigen Zeitpunkt. Die für die Ausfälle nach längerer Zeit wieder zum Einsatz gekommenen Kevin Karow, Ralf Pehla und Chris Hnyk haben sich nahtlos in die toll aufspielende Truppe eingefügt.“

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