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| 20:50 Uhr

Fussball
Krieschow serviert Jena ab

Oberliga Süd. Der Oberligist feiert am Sonntag einen souveränen 4:0-Heimsieg. Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – SV Schott Jena  4:0 (2:0). Tore: 1:0 Ren (20.), 2:0 Karow (25.), 3:0 Dörry (52.), 4:0 Hebler (76./FE); Schiedsrichter: Schuster (Bautzen); Zuschauer: 260
Krieschow: Pflug – Krüger, Lieschka, Hildebrandt, Kaiser – Knapczyk (80.Pehla)), Karow, Dörry (83.Schmidt), Konzack – Ren (66.Richter), Hebler.

Von ihrem 283-Kilometer-Trip in die Niederlausitz hatten sich die Jenenser angesichts zuletzt respektabler Ergebnisse deutlich mehr versprochen. Doch schon nach wenigen Minuten übernahmen die Hausherren das Kommando, indem sie sich kontrolliert nach vorn orientierten. Jena spielte abwartend und wurde schnell in der Abwehrarbeit gebunden. Bei zwei guten Eingaben von Marcus Dörry verfehlte Hebler knapp per Kopf (5. Minute), und dann fand sich kein mitgelaufener Akteur zum Vollstrecken (10.).

Hebler wurde zehn Minuten später nach Doppelpass mit Dörry gerade noch geblockt, bevor er an der Strafraumgrenze gefoult wurde. Die Freistoßausführung selbst übernehmend, hämmerte er das Leder an die Lattenunterkante und Wojciech Ren brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. Mit einem strammen Schuss aus der Distanz ins Dreiangel legte Kevin Karow schnell nach.

Damit versuchten die  Thüringer zwangsläufig, etwas mehr Druck aufzubauen, ohne dabei aber echte Chancen zu produzieren, da die Krieschower ihre Aktionen früh störten und selbst weitere gute Angriffe inszenierten. Dörry belohnte sich für seine erneut abgezockte Leistung selbst, indem er einen Pass von Sven Konzack, der zuvor den Ball erobert und behauptet hatte, aufnahm, Verteidiger und Torwart clever ausspielte und zum 3:0 einschob.

Obwohl die Partie damit entschieden war, versuchten beide Kontrahenten, noch etwas am Torverhältnis zu feilen. Doch nur der VfB schlug noch einmal zu, als Karow im Sechzehner zu Fall gebracht wurde und Hebler den fälligen Elfmeter scharf und flach, den mit den Fingerspitzen noch an den Ball kommenden Keeper keine Chance lassend, verwandelte. Ihren einzigen Hochkaräter hatten die Gäste kurz vor Ultimo, doch Fritz Pflug parierte sowohl einen Flugkopfball als auch den Nachschuss glänzend (89.).

Schott-Coach Falk Werner war enttäuscht angesichts der schwachen Gegenwehr seiner Elf. VfB-Trainer Toni Lempke zeigte sich hingegen rundum zufrieden: „Die Mannschaft hat alles umgesetzt, die Zweikämpfe gut und aggressiv angenommen. Konzacks Kopfballstärke und Karows Formhoch und, einmal mehr, Dörry, dem man Fußball nicht erklären muss, ragten bei  der insgesamt starken Mannschaftsleistung noch heraus.“