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| 19:02 Uhr

Fussball
Krieschow bleibt trotz Personalmisere ruhig

Oberliga. Die Ausfälle von Hebler, Lieschka und Co. sollen im Heimspiel am Samstag gegen Rudolstadt mit Teamgeist kompensiert werden. Von Roland Scheumeister

Mit dem Ausfall von Kapitän und Abwehrchef Fabian Lieschka, der wegen eines Kreuzbandrisses für die nächsten Monate außer Gefecht ist, hat die Personalmisere beim Fußball-Oberligisten VfB Krieschow einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Denn auch Torjäger Andy Hebler schlägt sich bekanntlich mit demselben Handicap herum. Jedoch verfallen Trainer und Vereinsleitung nicht in Panik. Sie setzen auf den stetig gewachsenen Teamgeist, um das Ziel Klassenerhalt mit dem verfügbaren Kader zu stemmen.

Mit der Rückkehr der Langzeitverletzten Martin Dahm und demnächst auch des wieder im Aufbautraining befindlichen Erich Jeschke ist in personeller Hinsicht schon wieder etwas Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Am Samstag steht der Mannschaft gleich die nächste Bewährungsprobe ins Haus, wenn Einheit Rudolstadt zum zweiten Mal im Sportpark antritt (14 Uhr). Wie der VfB sind auch die Thüringer durchwachsen mit jeweils einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage gestartet. Letztere allerdings setzte es erst im Schlussgang beim Staffelkrösus Chemie Leipzig.

Einheit hat sich punktuell verstärkt, so mit dem in Halberstadt, Luckenwalde und Plauen Regionalligaerfahrung sammelnden Angreifer Patrick Schlegel, auf dessen Konto zwei der bisher vier erzielten Punktspieltore kommen. Von daher trägt die Mannschaft, welche den Top 5 der Staffel zugerechnet wird, am Samstag die Favoritenbürde.

Wacker Ströbitz hat mit Aufsteiger Groß Ziethen einen unbekannten Gegner, der sich zum großen Teil aus Spielern des Berliner Talentepools rekrutiert, vor der Brust. Dass die Dahmeländler ihr erstes Spiel, gegen den benachbarten Brandenburgliga-Absteiger Miersdorf verloren haben, ist sicher ein Grund, sich nicht zu unterschätzen. Mit der entsprechenden Einstellung und der Euphorie des Auswärtssieges in Wildau möchte Trainer Tino Kandlbinders stark verjüngtes Team den Saisonstart mit dem nächsten Dreier veredeln.

Mit dünner Spielerdecke, wegen Urlaub dreier Akteure und noch fehlende Spielerpässe einiger Neuzugänge, empfängt der BSV Guben Nord das Landesliga-Urgestein Blau-Weiß Briesen. Die Märker sind als robust auftretender, stets unbequemer Gegner bekannt. Ihr 8:0- Auftaktsieg ist allerdings nicht überzubewerten, da der Gegner aus Vetschau mit nur neun Spielern angetreten war. Wenn die Breesener ihre zuletzt guten Ansätze über die komplette Spielzeit zum Tragen bringen, sollte der erwartete erste Saisonheimsieg zu realisieren sein. Ortsrivale 1.FC Guben ist indes bereits am Freitag bei der unberechenbaren, spielstarken Fürstenwalder Unionreserve zu Gast.