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Krieschow beweist Geduld

Gegen die im Abstiegskampf befindlichen Werderaner war es lange schwer für Krieschow. Ein tolles Spiel machte der 18-jährige Florian Schmidt.
Gegen die im Abstiegskampf befindlichen Werderaner war es lange schwer für Krieschow. Ein tolles Spiel machte der 18-jährige Florian Schmidt. FOTO: moh1
Brandenburgliga. VfB Krieschow – Werderaner FC Viktoria 2:0 (0:0). T: 1:0 Angerhöfer (72. Roland Scheumeister / rsm1

), 2:0 Hebler (84.); Z: 95; S: Seifert (Zinnitz); Krieschow: Jäschke - Krüger, Lieschka, Hnyk, Kaiser (46. Jentsch) - Pehla, Knapczyk (59. Schmidt) - Dörry (84. Grunewald), Angerhöfer - Karow, Hebler.

Die Krieschower waren sich darüber im Klaren, dass die Partie gegen die im Abstiegskampf involvierten Werderaner kein Spaziergang werden würde. Zumal einige Stammkräfte (Dahm, Richter, Weber) fehlten und eine Reihe der im Aufgebot befindlichen Akteure in der Woche nicht voll trainieren konnte. Mit dem Anpfiff übernahm der VfB das Kommando und belagerte permanent das Tor der Gäste. Beim ersten Angriff rutschte Karow freistehend aus (1. Minute). Ein Freistoß Heblers strich knapp am Tor vorbei (3.). Nach gut zehnminütiger Abwehrschlacht bastelten die Werderaner an ersten Entlastungsangriffen. Speziell bei Vorstößen über die rechte Seite musste die VfB-Abwehr auf der Hut sein. Dennoch lag das Chancenübergewicht klar aufseiten der Platzherren. So schoss Hebler nach Flanke Dörrys knapp am Tor vorbei (22.), und Knapczyk köpfte drüber (23.). Nach einem Ballverlust des VfB im Mittelfeld zog Werders agiler Rechtsaußen Plaue davon und konnte gerade noch von Lieschka abgeblockt werden (30.). Weitere Möglichkeiten ließ der VfB aus, während auf der anderen Seite eine Eingabe Plaues keinen Abnehmer fand (45.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte warteten die Havelstädter mit einem strammen Distanzschuss von Ronis auf (50.), und Mazurkiewicz schoss nach dessen Eingabe im Fallen über das Tor (54.). Doch Krieschow behielt die Kontrolle und fand zu klarer Dominanz zurück. Knapczyk köpfte nach Flanke Angerhöfers drüber (56.), und Pehla zwang den WFC-Keeper mit einem Volleyschuss nach Ecke zur Glanzparade (62.). Werder blieb durch Standards (Freistoß/59.) und gelegentliche Konter gefährlich. Als Dosenöffner fungierte dann Angerhöfer, indem er einen bereits abgewehrten Ball aus der Distanz an den Innenpfosten zirkelte, von welchem er ins Tor trudelte.

Werder zog noch einmal alle Register. Jäschke spitzelte einen Kopfball zur Ecke (77.). Weitere gute Angriffe folgten. Der VfB suchte die Entscheidung. Von Angerhöfer angespielt, setzte sich Dörry klasse durch. Hebler verpasste nur knapp, stand aber eine Minute später goldrichtig, als er ein mustergültiges Zuspiel Schmidts zur Entscheidung ummünzte. Werders Kapitän Bitzka verpasste das Ehrentor mit einer vergebenen Kopfballchance.

Werders Trainer Sven Thoß bescheinigte dem VfB einen verdienten Sieg: "Wir wollten das Spiel so lange wie möglich offen halten. Obwohl in punkto Umschaltspiel und Zielstrebigkeit nicht alles klappte, hatten wir einige gute Chancen. Der Weg des VfB zeigt wohl in Richtung Oberliga, wofür wir alles Gute wünschen." Krieschows Coach Toni Lempke meinte: "Wir wussten, dass es schwer wird. Werder ist stärker, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. Es war für uns ein Geduldsspiel. Erst nach dem 1:0 lief es."