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| 20:34 Uhr

Fussball
Oberliga-Achter – Krieschow im Fußball-Glück

Nach dem letzten spektakulären Saisonspiel gegen Jena II feierte der VfB Krieschow am Sonntag ausgelassen seine bemerkenswerte erste Spielzeit in der Oberliga.
Nach dem letzten spektakulären Saisonspiel gegen Jena II feierte der VfB Krieschow am Sonntag ausgelassen seine bemerkenswerte erste Spielzeit in der Oberliga. FOTO: Marcel Ohnrich
Oberliga Süd. Der VfB beendet seine Premieren-Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz. Das letzte Spiel gegen Carl Zeiss Jena II endet 3:3. Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – FC Carl Zeiß Jena II 3:3 (1:2). Tore: 0:1 Giebel (11.), 0:2 Fiedler (20.), 1:2, 2:2 Hebler (32./FE,67./FE), 2:3 Jäpel (84.), 3:3 Dörry (88.); Schiedsrichter: Schuster (Wittichenau); GRK: Konzack (VfB/88.); Zuschauer: 510
VfB Krieschow: Oberschmidt – Jeschke, Lieschka, Hnyk, Kaiser – Knapczyk (58.Pehla), Konzack, Dörry, Bernhardt (51.Ren) – Karow (81.Richter), Hebler.

Mit einem unterhaltsamen Fußballspektakel, das der tollen Zuschauerkulisse in allen Belangen gerecht wurde, hat  der VfB Krieschow seine erste Oberliga-Saison beendet. Beide Kontrahenten waren weit entfernt davon, hier etwa nur „Sommerfußball“ anzubieten. Erste Angriffe waren für die Abwehrreihen keine große Herausforderung. Die Zeiß-Reserve legte sich mit schnellen Angriffen ins Zeug, und Giebel konnte einen Angriff aus halbrechter Position mit dem Führungstor abschließen.

Der VfB nahm den Kampf an. Von Sven Konzack geschickt, zwang Markus Dörry den Keeper zur ersten Glanzparade (13. Minute). Weitere gute Krieschower Angriffe folgten, wobei Jena stets durch schnelles Umkehrspiel bestach. Als Andy Hebler allein auf das Tor marschierte und gedoppelt wurde, konterten die Thüringer eiskalt und Fiedler traf mit einem unhaltbaren Schuss von der Strafraumgrenze.

Es folgte ein Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Der VfB versuchte es aus der Distanz oder über Standards, während Oberschmidt mit starker Parade das 0:3 verhinderte. Als dann Dörry im Strafraum in die Zange genommen wurde, entschied der Unparteiische sofort auf Elfmeter. Hebler beförderte das Leder scharf und unhaltbar in die Maschen. Es folgten spektakuläre Strafraumszenen auf beiden Seiten.

Auch die zweite Hälfte gingen die Gäste druckvoll an und bereiteten den Local Heros einige Schrecksekunden, bevor diese sich auf ihre Steherqualitäten besannen und wieder stärker in die Partie kamen. Jena trat nach kurzer Verschnaufpause  auch wieder stärker in Erscheinung. Als Dörry erneut nur durch ein Foul im Strafraum gebremst werden konnte, verwandelte Hebler den fälligen Elfer platziert zu seinem 32. Saisontreffer. Das Spiel wogte hin und her. Einen Freistoß von Kapitän Fabian Lieschka verlängerte Konzack zu Hebler, der von den Beinen geholt wurde. Wieder trat er selbst zum Strafstoß an, hämmerte die Kugel aber diesmal an den Pfosten.

Ein tolles Fußball-Spektakel bekamen die mehr als 500 Zuschauer am Sonntag in Krieschow zum Saisonabschluss geboten.
Ein tolles Fußball-Spektakel bekamen die mehr als 500 Zuschauer am Sonntag in Krieschow zum Saisonabschluss geboten. FOTO: Marcel Ohnrich

Der VfB blieb am Drücker, zeigte sich auch von der etwas überzogenen  Ampelkarte nach einem keinesfalls brutalen Foul gegen Konzack unbeeindruckt und stürmte in Unterzahl weiter. Bezeichnend für viele Spiele dieser sensationellen Rückrunde, kam Krieschow auch noch einmal zurück, als Jena eine Lücke zum 2:3 nutzte. Nach einer von Tim Richter herausgeholten Ecke konnte Erich Jeschkes Schuss noch von der Linie geköpft werden. Machtlos war der Torwart aber, als Dörry, eine präzise Flanke des sich in klasse Manier links durchspielenden Wojciech Ren nutzend, das Streitobjekt über die Linie grätschte.

Mit diesem verdienten Remis gegen einen absolut starken, nichts verschenkenden Gegner sicherte sich der Aufsteiger den achten Rang und krönte damit seine sensationelle Rückrunde. Stellvertretend für den begeistert feiernden Anhang brachte der VfB-Vorsitzende Hans-Jörg Grafe die Stimmung auf den Punkt: „Wir sind einfach nur glücklich über das Erreichte und das tolle Umfeld.“

Bester Oberligaschütze: Andy Hebler bekam die Torjägerkanone (32 Tore).
Bester Oberligaschütze: Andy Hebler bekam die Torjägerkanone (32 Tore). FOTO: Marcel Ohnrich