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| 18:18 Uhr

Fußball
Kreispokal-Viertelfinale: Laubsdorf will „Sahnehäubchen“ genießen

 Die Spieler aus Laubsdorf wollen auch im Viertelfinale jubeln.
Die Spieler aus Laubsdorf wollen auch im Viertelfinale jubeln. FOTO: FuPa Brandenburg
Cottbus. Die Traktor-Fußballer sind im Pokal-Viertelfinale krasser Außenseiter – das hat sie in den Vorrunden aber auch nur wenig gestört. Von Steven Wiesner

Marco Christoph weiß, wie der Erfolg schmeckt. Im Jahr 2005 hat er als Trainer von Blau-Gelb Laubsdorf II schon einmal den Niederlausitzer Kreispokal gewonnen und von dem Gefühl gekostet. 14 Jahre später versucht er sich wieder daran und ist (diesmal als Trainer der ersten Mannschaft vom Nachfolgeverein Traktor Laubsdorf) erneut in aussichtsreicher Position. Am Gründonnerstag (17.30 Uhr) empfängt seine Mannschaft den drei Ligen höher spielenden VfB Cottbus im Kreispokal-Viertelfinale. Christoph sagt deshalb tiefenentspannt: „Wir haben nichts zu verlieren und wollen einfach Spaß haben.“

Die Laubsdorfer sind im verbliebenen Teilnehmerfeld die unterklassigste Mannschaft. Der bis dato noch ungeschlagene Tabellenführer der 1. Kreisklasse Süd nimmt die Außenseiterrolle gerne an und bezeichnet sich selbst als „No-Name“ (Marco Christoph). „Der Druck liegt ganz klar beim VfB. Von daher spiele ich den Ball einfach mal rüber. Für uns ist es eine Ehre, überhaupt so weit gekommen zu sein“, sagt Christoph und fügt hinzu: „Das Spiel ist ein Sahnehäubchen für uns.“

Dass sie das in Laubsdorf genießen dürfen, haben sie sich in den Runden zuvor selbst erarbeitet. Denn der VfB wäre nicht der erste Favorit, der in Laubsdorf stolpert. In der 2. Runde musste bereits der Kreisoberligist aus Groß Gaglow die Segel streichen (0:2) und im Achtelfinale ging ein konsternierter Spremberger SV aus der Landesklasse gar mit 1:10 unter.

Nun kommt mit dem VfB Cottbus der nächste Gesandte aus der Landesklasse. „Das ist aber nochmal eine ganz andere Kategorie“, weiß Marco Christoph und spricht von einem „harten Brett“.

Aber: Der Cupsieger von 2016 ist vor gar nicht mal allzu langer Zeit schon einmal an einem Herausforderer aus der 1. Kreisklasse gescheitert. Im Halbfinale 2017 verloren die Cottbuser beim VfB Döbbrick. Und vielleicht gelingt Marco Christoph ja ein ähnlicher Coup wie vor 14 Jahren.

In den weiteren Viertelfinal-Paarungen treffen Wacker Ströbitz II und der Kolkwitzer SV (Donnerstag, 19 Uhr) sowie Motor Saspow und Fichte Kunersdorf (Samstag, 15 Uhr) aufeinander. Hertha Hornow hat sich durch einen 2:1-Erfolg über Einheit Drebkau bereits für das Halbfinale qualifiziert.