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| 20:31 Uhr

Kampfsport
„Körperbeherrschung und Ästhetik“

Christina Herold, Vorsitzende des Gastgebervereins, freut sich auf die Ostdeutschen Meisterschaften mit mehreren Cottbuser Vereinen.
Christina Herold, Vorsitzende des Gastgebervereins, freut sich auf die Ostdeutschen Meisterschaften mit mehreren Cottbuser Vereinen. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Christina Herold vom Doitso-Budo-Kwai Cottbus über ihren Sport und die Meisterschaften. Von Georg Zielonkowski

Nachdem der Cottbuser Polizeisportverein bereits einmal als Gastgeber für die Ostdeutschen Meisterschaften der Kampfkünstler agierte, wurde nun dem Cottbuser  Doitsu-Budo-Kwai e.V. die Aufgabe übertragen, den Wettbewerb, der an diesem Samstag in der Cottbuser BTU-Halle stattfindet, zu organisieren. Die RUNDSCHAU sprach darüber mit der Vereinsvorsitzenden Christina Herold.

Frau Herold, erklären Sie doch bitte die grundsätzlichen Dinge zum Thema Kampfkunst!

Herold Es handelt sich um eine Sportart, die in Asien beheimatet ist. Kampfsport verstehen wir mit den Einzelheiten höchster Körperbeherrschung, einem perfekten Ausdruck gepaart mit einer höchst ansehnlichen Ästhetik. Unterschieden werden die einzelnen Disziplinen in jene mit Kontakt beim Duell Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau, ausgetragen mit unterschiedlichen Waffen, wie dem Kurz- oder Langstock. Und es gibt daneben die so genannten Formenläufe, die bei uns als Kata bezeichnet werden. Hier deutet der Akteur wie bei einer Finte die Schläge lediglich an. Hierbei wird von den Kampfrichtern auf höchst exakte Bewegungen geachtet.

Welche Altersgruppen werden sich in der BTU-Turnhalle vorstellen?

Herold Die Jüngsten Aktiven sind sechs Jahre alt, oberhalb der Jugendklassen gibt es dann aber keine Altersbeschränkungen, da wird dann nicht mehr altersmäßig getrennt. In Summe erwarten wir weit über 100 Aktive aus zehn Vereinen. Die weitgereisten Gäste kommen aus dem Sächsischen, aber auch die Lausitz hat mit den Akteuren aus Vetschau und Cottbus in paar Eisen im Feuer.

In Cottbus gab es bislang mit Ihrem Verein und dem PSV zwei auch überregional erfolgreiche Sportgemeinschaften, bei den Ostdeutschen Meisterschaften tauchen nun weitere Vereine aus unserer Stadt auf ...

Herold Zunächst einmal will ich sagen, dass wir mit dem PSV ein sehr einvernehmliches Nebeneinander pflegen und bei großen Wettkämpfen hin und wieder in einer gemeinsamen Formation antreten. Nun kommen bei der ODM mit „Budo-Fitness“ und dem Shogun e.V. Cottbus zwei neue Cottbuser Vereine hinzu, die ihrem ersten Start bei einer solchen Prädikatsveranstaltung entgegen sehen. Wir sind alle sehr gespannt.

Welche Medaillen-Hoffnungen machen sich die Vertreter der Gastgeberstadt?

Herold Da es in Cottbus ja einige Titelverteidiger gibt, liegen die Hoffnungen natürlich in solchen Leuten, wie Michelle Herold, Eve-Colleen Meixner, Niklas Wenske und Lynett Münzer von unserem Verein, wie auch im starken PSV-Sportler Nico Ermler. Neben diesen amtierenden Ostdeutschen Meistern erwarten wir allerdings auch noch einige weitere Medaillen, schließlich hat Cottbus in der Vergangenheit immer in der Breite überzeugt und mit seinen Sportlern oft auf dem Treppchen gestanden.

Mit Christina Herold
sprach Georg Zielonkowski