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Kleines Friedrichshain ganz groß

Friedrichshains Kapitän und Top-Spieler Stefan Mitrenga.
Friedrichshains Kapitän und Top-Spieler Stefan Mitrenga. FOTO: privat
Friedrichshain. Ausgebremste Cottbuser Lok: Im kleinen Friedrichshain hat das Spitzenteam aus der großen Stadt tatsächlich die erste Saisonpleite kassiert. Deutlich mit 2:6 zog der bislang ungeschlagene Tabellenführer der Classic-Kegeln-Verbandsliga bei den Grün-Weißen den Kürzeren. Mirjam Danke

Die hatten schon vor dem Topduell des Zweiten gegen den Ersten angekündigt, den ehemaligen Bundesligisten "ein bisschen ärgern" zu wollen. Das taten sie dann auch - ein bisschen ganz schön doll sogar.

3234:3028 Holz standen am Ende für Friedrichshain zu Buche. Damit jubelten die Gastgeber nicht nur über den Sieg, sondern zugleich über einen neuen Mannschaftsbahnrekord. Zum souveränen Erfolg des Aufsteigers aus der Landesliga trugen Christoph Scholta (544 Holz), Marco Maruschke (520), Marcel Schminke mit persönlicher Bestleistung (556), Sven Blechstein (527), Dennis Schulz (499) und natürlich Top-Mann Stefan Mitrenga (588) bei. Friedrichshains Kapitän lag sogar lange auf 600er-Kurs. Damit wären die Gäste vermutlich vollends gedemütigt worden.

Für die Cottbuser ging es schon schlecht los und wurde dann auch nicht viel besser. Die meisten Akteure fanden einfach keine Bindung zur Friedrichshainer Anlage. "Es lief nicht nach unseren Vorstellungen", räumte Loks Mannschaftsleiter Wolfgang Roick ein. "Friedrichshain hat mannschaftlich geschlossener gespielt und wir unter unseren Möglichkeiten." Für die zwei Cottbuser Mannschaftspunkte sorgten lediglich Detlef Hass und Dietmar Krone. Insgesamt sei die Niederlage "kein Beinbruch", betont Wolfgang Roick. Tatsächlich ist Lok Cottbus weiterhin Tabellenführer - nun jedoch nicht mehr verlustpunktfrei. Schon am Samstag wird die Lok Wiedergutmachung betreiben wollen - und dann womöglich den Tabellenletzten Guben überrollen.